Pakistan: Zwei mutmaßliche Extremisten sprengen sich in die Luft

20. Februar 2005, 12:40
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Polizei in der Stadt Quetta liefert sich mit verbotener Sunnitengruppe Feuergefecht

Islamabad - In Pakistan haben sich am Freitag zwei mutmaßliche Extremisten nach einem Feuergefecht mit der Polizei in die Luft gesprengt. Mindestens drei weiteren Militanten sei die Flucht gelungen, nachdem die Polizei ihr Versteck in der südwestlichen Stadt Quetta aufgespürt habe. Die Behörden vermuteten, dass es sich bei den Extremisten um Mitglieder der verbotenen sunnitischen Gruppe Lashkar-e-Jhangvi handelt. Sie sollen nach Polizeiangaben Anschläge auf schiitische Ziele in der Stadt geplant haben.

In den vergangenen Monaten hat es mehrfach Anschläge in Pakistan auf Mitglieder der schiitischen Minderheit gegeben. Im Juli 2003 waren in Quetta bei einem Anschlag mutmaßlicher militanter Sunniten auf eine schiitische Moschee 44 Menschen getötet worden. Etwa zehn Prozent der 140 Millionen Pakistani zählen zur schiitischen Richtung des Islam, fast 90 Prozent zur sunnitischen. (APA/dpa)

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