Random House schielt auf Handys

24. Februar 2005, 12:31
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Bertelsmann-Tochter steigt bei mobilem Content-Anbieter ein

Das US-Verlagshaus Random House, eine Tochter des Bertelsmann-Konzerns, hat einen Minderheitsanteil an dem US-Unternehmen Vocel erworben. Vocel bietet mobilen Content auf Basis eines monatlichen Abos im Netz des US-Mobilfunkers Verizon an. Wie die beiden Unternehmen mitteilten, hat Random House zwei Produktlinien an Vocel lizenziert, die Handy-Kunden als Services angeboten werden.

"Random House sieht im Mobiltelefon eine wichtige Plattform der Zukunft als Informationslieferant der Konsumenten", sagte Richard Sarnoff, Präsident von Random House, zu dem Einstieg bei Vocel. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben. Random House werde keinen Einfluss auf die Geschäftsführung von Vocel haben. Allerdings nehmen zwei Vertreter von Random House im fünfköpfigen Vorstand des Unternehmens Platz, berichtet die New York Times (NYT). Zurzeit bietet Vocel seine mobilen Dienste nur im Netz von Verizon an. Eine Expansion der Services auf andere Mobilfunkanbieter sei in diesem Jahr geplant, so die NYT.

Vocel will seinen Kunden im Laufe des Sommers die Random-House-Produkte Living Language und Prima Games als mobile Dienste anbieten. Prima Games ist eine Serie von Strategieratgebern und Lösungsbüchern für Computer- und Konsolenspiele. Living Languages ist eine Buchreihe zum Selbststudium von Sprachen. Beide Serien will Vocel als mobile Services in Textform anbieten. Bei Living Languages wird es laut NYT auch ein Audio-Feature geben, das die korrekte Aussprache fremdsprachiger Wörter beinhaltet. Bisher bietet Vocel beispielsweise Vorbereitungen auf so genannte SAT-Eignungstests für Schüler an. (pte)

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