AT&S will Produktionsstätte Fohnsdorf aufgeben

25. Februar 2005, 10:12
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Einsparungen von rund drei Mio. Euro jährlich erwartet

Der österreichische Leiterplattenhersteller AT&S will sein Werk in Fohnsdorf dicht machen und die Produktion nach Leoben verlagern. Ein solches Projekt werde derzeit "ernsthaft geprüft", bestätigte AT&S heute, Donnerstag. Die formelle Entscheidung falle in den nächsten Wochen. Vorstandsvorsitzender Willi Dörflinger stehe dem Projekt aber positiv gegenüber, sagte Pressesprecher René Berger gegenüber pressetext.

Wenn die Entscheidung für eine Verlagerung fällt, sollen alle 350 Mitarbeiter mit umziehen. Es werde keine Kündigungen geben, versicherte Berger. AT&S rechnet durch Effizienzsteigerungen und Synergieeffekte mittelfristig mit einem Einsparungspotenzial von jährlich rund drei Mio. Euro. Weitere österreichische Standorte stünden derzeit nicht in Frage. In der AT&S-Filiale in Fohnsdorf sei man nur Mieter, erklärte Berger.

In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres 2004/05 hat vor allem der schwache Dollarkurs bei AT&S schwer auf die Konzernbilanz gedrückt. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur leicht um 4,8 Prozent auf 249,1 Mio. Euro zu. Das EBIT gab, zusätzlich durch Abschreibungen belastet, um 2,7 Prozent auf 19,2 Mio. Euro nach. (pte)

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