Juschtschenko fordert EU-Beitrittsverhandlungen

19. Februar 2005, 14:55
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Ukrainischer Präsident: Engere Partnerschaft reicht nicht - Aufnahme von Verhandlungen ab 2007 gefordert

Kiew - Der neue ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko will sich nicht mit der von der EU angebotenen engen Partnerschaft zufrieden geben und drängt auf die baldige Aufnahme voller Beitrittsverhandlungen. Vom Jahr 2007 an sollten die EU und die Ukraine Verhandlungen mit dem Ziel eines Beitritts aufnehmen, sagte Juschtschenko in einem Exklusivinterview mit der Nachrichtenagentur AFP in Kiew. Der "Aktionsplan", den beide Seiten bei Juschtschenkos Besuch in Brüssel am Montag verabschieden wollen, müsse eine entsprechende Klausel enthalten.

"Wir dürfen nicht auf halbem Weg ohne eine Perspektive für die Zukunft stehen bleiben", sagte der Präsident. "Das Wichtigste ist, dass dieses Abkommen unumkehrbar den Weg für unsere Integration in Europa öffnet."

Mit dem "Aktionsplan" wollen die EU und die Ukraine engere Beziehungen vereinbaren. Unter anderem sollen der früheren Sowjetrepublik Handelserleichterungen und gelockerte Visa-Regelungen gewährt werden. Die EU-Märkte sollen für die Ukraine geöffnet werden, und auch die Außen- und Sichereitspolitik soll abgestimmt werden. Der ukrainische Wunsch nach Beitrittsverhandlungen wurde in Brüssel bisher jedoch distanziert aufgenommen. (APA)

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