Baumit steigert Umsatz in Österreich um 4,5 Prozent

25. Februar 2005, 20:54
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Neue Produkte im Bereich Wärmedämmung und thermische Sanierung

Wien - Baumit, die Markenkooperation der heimischen Baustoffproduzenten Wopfinger (Schmid Industrieholding) und Wietersdorfer Gruppe, hat 2004 beim Umsatz in Österreich um 4,5 Prozent auf 121,3 Mio. Euro zugelegt.

Synergien rechtzeitig genutzt

"Im Gegensatz etwa zur Ski-Industrie haben wir rechtzeitig versucht, Gemeinsamkeiten zu finden und Synergien zu nutzen", erklärte Robert Schmid, Geschäftsführer der Wopfinger Baustoffindustrie GmbH, gestern, Donnerstag, Abend bei einer Pressekonferenz in Wien. Inzwischen sei Baumit in 16 Ländern Mittel-, Zentral- und Osteuropas tätig. Der Umsatz in der Region (inklusive Österreich) habe von 340 auf 355 Mio. Euro im Vorjahr zugelegt.

Neue Produkte als Umsatzbringer

Die Ergebnisse seien vor allem auf neue Produkte im Bereich Wärmedämmung und thermische Sanierung zurückzuführen. Da Wachstum allein durch die Eroberung neuer Märkte nicht funktioniere, habe man vor einigen Jahren beschlossen, verstärkt auf Innovationen zu setzen, so Schmid. Damals sei mit Produkten, die nicht älter als fünf Jahre sind, ein bis zwei Prozent des Umsatzes erzielt worden, heute halte man bei rund 25 Prozent.

Europaweites Patent für neue Klebetechnik

Als Beitrag zum Energiesparen und Klimaschutz sieht der "verkappte Ökologe" Schmid eine neue Klebetechnik, die man sich bereits europaweit patentieren habe lassen. Entwickler des Verfahrens, bei dem man sich die Automobil- und Flugzeugindustrie zum Vorbild genommen hat, ist die Schwesterfirma Austrotherm. Deren Forschungsleiter, Johann Jandl, sieht in der neuen Verbindungsmethode, bei der im Rahmen der Wärmedämmung geklebt und nicht mehr gedübelt wird, Kostenvorteile von bis zu 65 Prozent.

Die im niederösterreichischen Piestingtal beheimatete Wopfinger Gruppe erwirtschaftete im Vorjahr mit 3.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 730 Mio. Euro, die Wietersdorfer Gruppe mit Sitz in Klagenfurt erzielte mit 2.609 Mitarbeitern einen Umsatz von 468 Mio. Euro. (APA)

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