Böhler-Uddeholm erhöht nach Rekordjahr die Dividende für 2004

25. Februar 2005, 20:50
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Dividende 4,40 Euro je Aktie - Betriebs­gewinn um 69 Prozent gestiegen - Jahres­überschuss nach vorläufigen Zahlen fast verdoppelt

Wien - Der weltweite Stahlboom hat dem österreichischen Großkonzern Böhler-Uddeholm 2004 das Ergebnis veredelt: Umsatz und Gewinn erreichten neue Rekordwerte. Die Dividende soll von 2,50 auf 4,40 Euro pro Aktie angehoben werden, kündigte das börsenotierte Unternehmen am Freitag an. Diese Ausschüttung wird der Hauptversammlung am 10. Mai vorgeschlagen.

Analystenerwartungen leicht übertroffen

Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg im vergangenen Jahr um 69 Prozent von 113,4 auf 191,9 Mio Euro kräftig an. Der Umsatz fiel mit 1,934 Mrd. Euro um 29 Prozent höher aus als 2003 mit damals knapp 1,5 Mrd. Euro. Mit diesen vorläufigen Zahlen lag Böhler-Uddeholm leicht über den Analystenerwartungen.

Beim Vorsteuerergebnis (EGT) verbuchte der Edelstahlkonzern ein 76-prozentiges Plus von 91,8 auf 161,5 Mio. Euro. Unterm Strich fiel der Jahresüberschuss mit 110,1 um 91 Prozent höher aus als im Vorjahr (2003: bereinigt 57,5 Mio. Euro). Böhler-Uddeholm beschäftigte zuletzt 11.800 Mitarbeiter.

Villares-Akquisition bringt Gewinne

Begründet wurden die deutlichen Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis vor allem mit der Akquisition des brasilianischen Villares Metals, bei der Ex-Voest-General Franz Struzl im Chefsessel sitzt. Die Übernahme dieses lateinamerikanischen Edelstahlunternehmens wurde im vergangenen März abgeschlossen, daher sind bereits drei Quartale von Villares Metals im Konzernergebnis für das Gesamtjahr 2004 enthalten.

Zusätzlich hat Böhler-Uddeholm sein Vertriebsnetz weiter gestärkt. Damit habe man den Konjunkturaufschwung in allen wesentlichen Kernmärkten voll nützen können. Die signifikant gestiegenen Rohstoffkosten (Schrott, Legierungen) seien größteneils durch Preiserhöhungen und Kosteneinsparungen kompensiert worden, hieß es weiter.

Rekordmarke bei Auftragseingang

Bei den Produktionsgesellschaften des Böhler-Uddeholm-Konzerns ist der Auftragseingang 2004 nach vorläufigen Zahlen um 56 Prozent von 1,067 auf 1.666 Mrd. Euro gestiegen und erreichte damit den Angaben zufolge eine neue Rekordmarke. "Hervorzuheben ist, dass die robuste Auftragslage während des gesamten Jahresverlaufes anhielt und sich auch gegen Jahresende nicht abschwächte", schreibt das Unternehmen dazu in einer Presseinformation.

Positiver Ausblick auf 2005

Auch für 2005 sei dadurch eine gute Ausgangssituation gegeben. Der Auftragsstand lag zum 31. Dezember 2004 nach vorläufigen Zahlen mit 505,3 Mio. Euro um 102 Prozent über dem Vorjahreswert von 249,8 Mio. Euro.

Die endgültigen Zahlen für das Gesamtjahr 2004 und einen Ausblick für 2005 veröffentlicht Böhler-Uddeholm am 1. April. (APA)

  • Rekordjahr für Böhler-Uddeholm: Jahresüberschuss nach vorläufigen Zahlen fast verdoppelt

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