1.500 gedenken in Beirut ermordetem Hariri

18. Februar 2005, 19:58
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Abzug Syriens gefordert - Opposition: Damaskus muss Libanon-Politik überdenken

Beirut - Drei Tage nach der Ermordung des früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri haben erneut mehr als 1.500 Menschen in Beirut den Opfern des Mordanschlags gedacht. Mit Kerzen in der Hand versammelten sie sich am Donnerstagabend am Ort des Attentats vom Montag, bei dem neben Hariri 14 weitere Menschen getötet worden waren. Die Menge rief: "Wir wollen den Abzug Syriens".

Drusenführer Walid Dshumblatt, einer der führenden Oppositionspolitiker des Landes, forderte Damaskus im Fernsehen auf, seine Libanon-Politik zu überdenken. Die syrische Regierung kontrolliert seit Jahren die Politik des Nachbarlands und hat mehr als 14.000 Soldaten dort stationiert. Viele Libanesen machen Damaskus für die Ermordung Hariris verantwortlich, der in den vergangenen Monaten deutlich auf Distanz zu Syrien gegangen war. (APA/dpa)

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