"Angewandte" soll auf die Platte übersiedeln

21. Februar 2005, 17:11
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Stadtrat Schicker wünscht sich, dass dabei Pläne von Coop Himmelb(l)au realisiert werden

Rust - Beim Projekt Zentralbahnhof herrscht immer noch das Prinzip Hoffnung: "Wir sind fast fertig", deutete Planungsstadtrat Rudolf Schicker bei der SPÖ-Klubklausur in Rust an. Nach der vom Bund geplanten Verschiebung des Projekts beim Südbahnhof-Areal auf 2009 ist nun wieder 2007 wahrscheinlicher.

"Langsam durchschauen alle, dass das eine riesen Chance für die Region ist", so Schicker nach der ersten Verhandlungsrunde am Mittwochabend. "Wenn jetzt wieder verschoben wird, ist bei den Investoren die Luft draußen." Alles Weitere soll bei einem Gipfel nächste Woche geklärt werden.

Pläne von Coop Himmelb(l)au

Schicker stellte in seinem Referat aber noch andere Pläne in Aussicht: Die Universität für angewandte Kunst soll binnen vier Jahren in die "Donaucity", also auf die Platte vor der UNO-City übersiedeln. Stadtrat Schicker wünscht sich, dass dabei Pläne von Coop Himmelb(l)au realisiert werden. Zur "Angewandten" soll sich auch ein "Haus der Kultur" gesellen, das es noch zu gründen gilt.

Weiters ist im Gespräch, die Technische Universität nach Donaustadt zu übersiedeln - und zwar ins Stadtentwicklungsgebiet Flugfeld Aspern. Dieses ist eines von drei Schwerpunktgebieten, die Schicker im neuen Stadtentwicklungsplan genauer definiert, der noch vor dem Sommer beschlossen werden soll: Zentralbahnhof/Erdberger Mais, Rothneusiedel im Süden Wiens und eben das Flugfeld Aspern, das in 15, 20 Jahren umgesetzt werden soll.

Dazu kündigte auch Wohnbaustadtrat Werner Faymann einen ersten konkreten Schritt an: die Gründung einer eigenen Aktiengesellschaft für die Entwicklung des rund 126 Hektar großen Areals Aspern Nord. (frei/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.2.2005)

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