Rowenta entlässt 215 MitarbeiterInnen: Überwiegend Frauen betroffen

17. Februar 2005, 20:54
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Produktion nach China verlagert - Zahl der Kündigungen wurde durch Teilzeitarbeit auf 60 reduziert

Erbach - Der Haushaltsgerätehersteller Rowenta will in seinem Werk in Erbach im Odenwald 215 der 570 Arbeitsplätze streichen. Das gab die Betriebsratsvorsitzende Ingrid Fälber am Donnerstag bekannt. Hintergrund ist die Auslagerung der Produktion für Billigbügeleisen nach China. Durch Teilzeitarbeit habe man die Zahl der Kündigungen um 60 reduzieren können.

Überwiegend Frauen betroffen

Für die Betroffenen sei ein Sozialplan aufgestellt worden: Wer freiwillig ausscheide, erhalte eine Abfindung bis zu 80.000 Euro nach einer 40-jährigen Betriebszugehörigkeit. Außerdem wurden Altersteilzeitprogramme ausgehandelt. In einer Transfergesellschaft könnten sich MitarbeiterInnen maximal ein Jahr bei 80 Prozent des bisherigen Lohns weiterqualifizieren lassen.

Die Stellenstreichung betrifft vor allem Frauen, weil zwei Drittel der Belegschaft weiblich ist. Die Chancen, in der strukturschwachen Region einen neuen Arbeitsplatz zu finden, schätzt Fälber als sehr gering ein. Bisher stellte Rowenta in Erbach pro Jahr 4,5 Millionen Bügeleisen her, etwa die Hälfte davon sind so genannte Billigeisen, die schon ab 5 Euro im Handel zu finden sind. (APA/dpa)

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