GAK holt zwei Rückstände auf - 2:2

21. Februar 2005, 18:24
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Stars von Middlesbrough kamen in Graz nicht über Unentschieden hinaus, GAK vergab etliche Chancen - Absurde Rote Karte für Kollmann

Graz - 2:2. Schade. Der stark spielende GAK hat am Donnerstag im ersten Treffen mit Middlesbrough die Chance auf eine bessere Ausgangsposition für das UEFA-Cup-Drittrunden-Rückspiel am 24. Februar im Riverside-Stadion durch eigenes Verschulden (schwache Chancenauswertung vor der Pause) und durch Fehlpfiffe des Schiedsrichters verpasst.

Die Grazer ließen vor der Pause vier gute bis sehr gute Möglichkeiten aus (die Engländer hatte keine einzige nennenswerte) und das sollte sich rächen. Denn den nach der Pause stärkeren Gästen glückte mit ihrer ersten Chance im Spiel in der 52. Minute durch Zenden das 1:0 und nach dem Ausgleich von Bazina (64.) schlug der bis dahin abgemeldete Hasselbaink postwendend zum 2:1 für den Premier-League-Sechsten zurück. Für den mehr als verdienten Gleichstand sorgte Kollmann mit einem Freistoßtor aus 19 Metern in der 79. Minute.

Die Briten dürfen sich allerdings auch bei Schiedsrichter Trivkovic bedanken, übersah der Kroate doch schon nach einer knappen Minute nach einer Flanke von Bleidelis ein klares Handspiel von Southgate im Strafraum und zeigte Kollmann in der 80. Minute zu Unrecht die gelb-rote Karte. Der GAK-Stürmer, in der 23. Minute mit einem erfolgreichen Torschuss nach einem Pfiff mit gelb bedacht, wurde von Riggott und Southgate unmittelbar vor dem Strafraum in die Zange genommen und zu Fall gebracht, was der Referee als Schwalbe auslegte. Nun ist der Teamstürmer für das Rückspiel gesperrt.

Dass es für die Österreicher das erste Pflichtspiel nach der Winterpause gegen die ja bekanntlich voll im Meisterschaftsbetrieb stehenden Engländer war, merkte man über die gesamte Spielzeit nicht. Dollinger (1./nach dem nicht gegebenen Hands), Ehmann (20./Kopfball nach Freistoß von Kollmann und 34./Flachschuss nach Ecke von Dollinger - Schwarzer hielt glänzend) und vor allem Bleidelis (40./schoss völlig freistehend aus bester Position daneben) hätten die Hausherren - bei einwandfreien Bodenverhältnissen - einfach in Führung bringen müssen.

Daher die kalte Dusche in der 52. Minute, als Zenden von der GAK-Hintermannschaft ignoriert aus 18 m in die linke Ecke traf. Bazina vergab in der 55. Minute (nach Fehler von Riggott) eine gute Möglichkeit auf das 1:1, war aber in der 64. erfolgreicher, als er nach Pass von Kollmann aus halblinker Position aus elf Metern flach in die kurze Ecke (Schwarzer berührte den Ball nur noch) ausglich. Die Freude währte aber nur kurz, dann durften wieder die Engländer und ihre Fans auf den Rängen jubeln - eine Flanke von Downing von links köpfelte Hasselbaink zum 1:2 ein. Kollmann gelang schließlich in der 79. Minute mit einem Freistoß (Schwarzer sah dabei nicht gerade gut aus) das 2:2.

Aufhauser (82./Kopf), vor allem aber der für ihn eingewechselte Sick (93.) hatten Chancen auf das 3:2 für den GAK, der allerdings bei einem Flachschuss von Hasselbaink (Schranz wehrte mit dem Fuß ab) in der 85. Minute auch das dritte Verlusstor hätten kassieren können.(APA)

  • Grazer AK - Middlesbrough 2:2 (0:0) Schwarzenegger- Stadion, 13.000, Edo Trivkovic (CRO).

    Torfolge: 0:1 (52.) Zenden 1:1 (64.) Bazina 1:2 (66.) Hasselbaink (Kopf) 2:2 (79.) Kollmann (Freistoß)

    GAK: Schranz - Plassnegger, Ehmann, Tokic, Pogatetz - Bleidelis (70. Standfest), Muratovic, Aufhauser (90. Sick), Dollinger (72. Amerhauser) - Bazina, Kollmann

    Middlesbrough: Schwarzer - Reiziger, Riggott, Southgate, Queudrue - Morrison, Parlour, Doriva, Zenden, Downing - Hasselbaink

    Gelb-Rot: Kollmann (80./für das Rückspiel gesperrt)

    Gelbe Karten: Reiziger, Riggott, Southgate, Hasselbaink

    Rückspiel am 24. Februar (20:00 Uhr MEZ/live Premiere) im Riverside-Stadium von Middlesbrough

    Der Aufsteiger trifft im Achtelfinale zuerst daheim (10. März) und dann auswärts (16./17. März) auf den Sieger aus Sporting Lissabon/Feynoord Rotterdam (Hinspiel 2:1)

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      Zum Haare Raufen: Für den GAK war mehr drin.

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      Cristopher Riggott lässt das Bein stehen, Kollmann fällt. Diese Szene ergab in der Logik des Schiedsrichters Gelb-Rot Für Kollmann.

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