Viel Hoffnung auf Buslinie im Kaschmir

19. Februar 2005, 10:09
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Indien und Pakistan feiern Durchbruch

Neu-Delhi - Der Beginn des Staatsbesuchs von Heinz Fischers stieß in Indien nicht auf sehr großes Interesse der Medien. Politische Schlagzeilen machten am Donnerstag eher die Gespräche, welche Außenminister Natwar Singh im Rahmen des indisch-pakistanischen Friedensprozesses in Islamabad geführt hatte.

Singh hatte sich mit seinem pakistanischen Kollegen Kasuri auf die Wiedereröffnung einer Buslinie geeinigt, die über die Waffenstillstandslinie im Kaschmir führt. Der symbolisch bedeutsame Schritt war zugleich das erste greifbare Ergebnis nach bisher mehr als ein Jahr dauernden Friedensgesprächen zwischen den beiden verfeindeten Staaten. Die Buslinie zwischen Srinagar im indischen Teil des Kaschmir und Muzzafarabad in Pakistan soll am 7. April starten.

Zwei Guerillagruppen im pakistanischen Teil des Kaschmir erklärten am Donnerstag bereits ihren Widerstand gegen die von Politikern beider Länder gefeierte Einigung, ohne aber offene Drohungen auszusprechen. Sicherheitsexperten in Islamabad warnten allerdings vor den Risiken, die eine solche Buslinie darstellen würde. Sie sei für beide Länder "ein potenzielles Minenfeld, was die Dauerhaftigkeit und die Sicherheit anbelangt", meinte Riffat Hussein von der Universität Islamabad. (pid, Reuters/DER STANDARD, Printausgabe, 18.2.2005)

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