Wenn der Wahnsinn tanzen geht

19. Februar 2005, 23:43
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"Optimo" gastiert - einen undogmatischen und empfehlenswerten Abend verspricht die Fluc Mensa für den Samstag

Einen äußerst undogmatischen und angesichts statischer Clubverhältnisse sehr empfehlenswerten Abend verspricht die Fluc Mensa für diesen Samstag: Freilich mag es am naheliegendsten sein, Musik gemäß ihrer Genres DJ-technisch aufzubereiten, doch die Kategorisierung anhand anderer Merkmale verspricht nun einmal wesentlich wildere Partys, als sie durch die Bildung diverser Szenegettos zu erwarten sind.

Allein schon deshalb, weil sich kaum ein modischer Firlefanz zwischen Beschallung und Publikum stellen will. Diesen Ansatz nutzen die Glasgower J. D. Twitch und Jonny Wilkes unter dem Projektnamen Optimo schon länger für ihre Kunst. Inspiriert von der "Mutter aller Discos", der legendären New Yorker Paradise Garage, spezialisieren sich die beiden Briten auf die Herausarbeitung eines gemeinsamen Nenners: den Groove. Damit sorgten sie nicht nur in ihrer Heimatstadt für Furore.

Das bekannte französische Tigersushi Label verewigte unter dem Titel "How To Kill A DJ" den akustischen Wahnsinn auf einem Mix-Album, dessen Tracklist allein ausreicht, um den Umfang dieser musikalischen Durchforstung zu erkennen: John Carpenter folgt auf Laibach, Soft Cell kuschelt mit Carl Craig und selbst für Grauzones Eisbär bleibt neben Lee Hazlewood noch ein Platzerl frei. Der im Zeichen des Private-Dancer-Clubs stehende Abend wird von Christian Candid und Rainer Klang eröffnet. (lux/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.2.2005)

19. 2. 22.00

Fluc Mensa, 2., Am Praterstern.

  • In diesen Männern wohnt der Tiger: J.D. Twitch und Jonny Wilkes grooven als "Optimo"
    foto: private dancer

    In diesen Männern wohnt der Tiger: J.D. Twitch und Jonny Wilkes grooven als "Optimo"

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