Immer mehr Staaten sorgen für Influenza-Pandemie vor

21. Februar 2005, 19:55
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Vorreiter Norwegen - Österreich: Impfstoff-Vertrag mit Pharmakonzern fast fertig

Brüssel/Wien - Der Pharmakonzern Solvay mit seinem Hauptsitz in Brüssel und Norwegen haben einen Vertrag für den Fall einer Influenza-Pandemie abgeschlossen: Das Unternehmen soll in diesem Fall möglichst schnell einen schützenden Impfstoff gegen die "neuen" Influenza-Viren produzieren und Norwegen zur Verfügung stellen. Dies gab Solvay am Donnerstag in einer Aussendung bekannt.

Vergleich mit "Spanischer Grippe" 1918

Weltweit bereiten sich immer mehr Staaten auf den Ernstfall einer Influenza-Pandemie - ähnlich der "Spanischen Grippe" 1918/19 mit damals bis zu 40 Millionen Toten - vor. Kernpunkt wäre natürlich die möglichst schnelle Herstellung einer prophylaktischen Vakzine.

Enormer Bedarf

Da im Epidemiefall plötzlich ein enormer Bedarf an dem Impfstoff entstehen dürfte, versucht Norwegen, sich auf vertraglicher Basis abzusichern. Ähnliches wird für Österreich in Kooperation mit Baxter überlegt. So erklärte der Generaldirektor für Öffentliche Gesundheit, Dr. Hubert Hrabcik: "Bei einer Bevölkerung von acht Millionen Menschen würden wir - unter Einrechnung jener Personen, die man nicht impfen kann oder darf - etwa sechs Millionen Dosen Impfstoff brauchen. Wir stehen mit Baxter vor einer Rahmenvereinbarung für den Tag X."

Der entsprechende Vorsorgeplan für Österreich ist de facto fertig. Allerdings muss von der Politik noch die Finanzierung sichergestellt werden. Hinzu kommt die Frage, ob und wie man einen Vorrat an dem ursächliche wirkenden Influenza-Medikament Oseltamivir ("Tamiflu") anlegen könnte. (APA)

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