Raimund Theater: "Romeo und Julia"-Musical vor Erstaufführung

22. Februar 2005, 20:13
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Erweiterung des französischen Orignals bei Musik und Orchestrierung - Einspielvorstellungen abgesagt

Wien - Endprobenstress vor der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicals "Romeo & Julia" am kommenden Donnerstag, 24. Februar. Die Einspielvorstellungen im Wiener Raimund Theater am Freitag und Samstag (18. und 19. Februar) sind abgesagt worden, gaben die Vereinigten Bühnen Wien am Donnerstag bekannt. Die Freitag-Vorstellung wird am 16. April, 15 Uhr, die Samstag-Vorstellung am 5. März, 15 Uhr, nachgeholt. Die Karten behalten ihre Gültigkeit.

In Holland soll Regisseur Redha Benteifour, der nicht nur die Uraufführung des Stückes 2001 in Paris, sondern auch drei weitere internationale "Romeo & Julia"-Produktionen inszenierte, die Erstbesetzung der Julia noch am Premierentag ausgetauscht haben. Einen besonderen Druck verspürt Marjan Shaki dennoch nicht: "Meine Zweitbesetzung ist ein komplett anderer Typ." Über den Regisseur meint die 1980 geborene Hamburgerin, die in Wien mit "Wake Up" ihren Durchbruch hatte: "Er hat schon eine harte Hand, aber er fängt uns auch wieder auf." "Bei mir hat er es mit allen Mitteln versucht: Mit der harten Hand, mit Streicheln und mit Ignorieren. Das hat am besten funktioniert. Zusammenscheißen wirkt bei mir gar nicht", sagt der 24-jährige Oberösterreicher Lukas Perman, der noch während der Proben als Kronprinz Rudolf in "Elisabeth" auf der Bühne stand.

Die Wiener Produktion soll nicht einfach eine Kopie jener Aufführung sein, die in Frankreich über 1,5 Millionen Menschen gesehen haben. Dafür stehtt nicht nur die aus über 650 Bewerbern zusammengestellte Wiener Besetzung, sondern auch die Bearbeitung der von Gerard Presgurvic stammenden musikalischen Vorlage: Christian Kolonovits hat neue Arrangements geschaffen, erstmals bei "Romeo & Julia" kommt die Musik nicht vom Band, sondern von einem 24-köpfigen Live-Orchester. Über Hollywood ist vermutlich auch eine große potenzielle Zuschauergruppe des Musicals erstmals mit dem Stoff in Berührung gekommen. Während jedoch Baz Luhrmanns Verfilmung Shakespeares Liebesdrama ins Heute transferierte, bietet das Musical einen Mix aus Alt und Neu. "Wir haben keine Pistolen", versichert Perman. (APA)

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    Marjan Shaki als Julia

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