Pflichtschullehrer stimmen über ihr Arbeitszeitmodell ab

28. Februar 2005, 10:26
posten

Von 28. Februar bis 4. März können Lehrer an Volks-, Haupt-, Sonder - und Polytechnischen Schulen ihre Meinung zum "Jahresnormmodell" kundtun

Nach einer vierjährigen Probezeit stimmen die Pflichtschullehrer (v.a. Lehrer an Volks-, Haupt-, Sonder - und Polytechnischen Schulen) ab der übernächsten Woche über die Beibehaltung ihres seit 2001 geltenden Dienstrechts ab.

Neue Modelle

Von 28. Februar bis 4. März können die mehr als 70.000 Pädagogen via Internet ihre Meinung zum "Jahresnormmodell" kundtun. "Versüßt" werden könnte ihnen die Entscheidung durch die Ankündigung der Regierung, ab September 2006 die Tätigkeit als Klassenvorstand zusätzlich mit 70 Euro pro Monat (zehn Mal im Jahr) abzugelten.

Das "Jahresnormmodell" löste das bisherige "Pflichtstundenmodell" ab, das eine Lehrverpflichtung von 23 Stunden pro Woche vorsah. Die Arbeitszeit der Landeslehrer (vor allem Lehrer an Volks-, Haupt-, Sonder- und Polytechnischen Schulen) wurde durch die Fixierung eines Jahreszielwerts von rund 1.800 Stunden festgelegt, der sich in drei Gruppen gliedert.

Verschiedene Tätigkeitsbereiche

Zwischen 720 und 792 Stunden sind dabei für die Unterrichtsverpflichtung inklusive der Aufsichtspflicht (Tätigkeitsbereich A) veranschlagt. In die zweite Gruppe (Tätigkeitsbereich B) fallen die Zeiten für die Vor-, Nachbereitungs- und Korrekturstunden. Der dafür vorgesehene Zeitaufwand beträgt fünf Sechstel der Stunden des Tätigkeitsbereichs A. Die Stunden für den Tätigkeitsbereich C ergeben sich aus der Differenz zwischen den gesamten Jahresstunden und der Summe der Stunden der ersten beiden Gruppen.

Er umfasst jene Tätigkeiten, die zu den sonstigen lehramtlichen Pflichten zählen (z.B. die Abhaltung von Sprechtagen, die Teilnahme an Schulkonferenzen, Koordinationstätigkeiten sowie Schulentwicklung, Reflexion und Qualitätssicherung, Klassenvorstandstätigkeit, verpflichtenden Fortbildung, unvorhersehbare Vertretung eines verhinderten Lehrers, Verwaltung der Lehrmittelsammlungen, Teilnahme an Schulveranstaltungen).

Die FPÖ plädierte dafür, das Dienstrecht der Pflichtschullehrer auf die AHS- und BHS-Lehrer auszuweiten. (APA)

Share if you care.