Polen geht gegen EU-Beihilfen-Betrug vor

18. Februar 2005, 14:33
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Erstmals Einrichtung unter der Leitung des Finanzministeriums vorgesehen

Warschau - Die Polizei in der Wojwodschaft Swietokrzyskie hat Polens erste Einheit gegen Betrug in Zusammenhang mit der Vergabe von EU-Fördermitteln eingerichtet. Das berichtete die Tageszeitung "Gazeta Wyborcza" am Donnerstag.

Die Sondereinheit geht auf eine Idee von Polizisten aus der Abteilung für Wirtschaftskriminalität in der Kommandantur der Wojwodschaft in Kielce zurück. Durch wachsende Möglichkeiten, Förderungsgelder zu erhalten, nimmt auch die Zahl von Betrugsversuchen zu. "Wir möchten solche Fälle schon in der ersten Phase eliminieren, bereits wenn die Anträge eingebracht werden", sagte der Leiter der Sondereinheit, Marek Kijak, gegenüber der Zeitung.

Leitung übernimmt Finanzministerium

Das Projekt wird vom polnischen Finanzministerium geleitet. Die Polizei hat all jene Institutionen zur Mitarbeit eingeladen, die mit der Verteilung von EU-Fördergeldern zu tun haben, unter anderem die Agentur für die Restrukturierung und Modernisierung der Landwirtschaft (ARiMR) und die Verwaltung der Wojwodschaft.

Nach Kontrollen der ARiMR hatte sich herausgestellt, dass in ganz Polen 15,3 Prozent der Anträge für Direktzahlungen für die Landwirtschaft unrichtige Daten beinhalteten. Die meisten Betrugsversuche wurden in Pommern registriert, wo 27,7 Prozent der Bauern in Anträgen falsche Angaben machten. (APA)

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