Spanier sind EU-Fans

18. Februar 2005, 15:52
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Als Kohäsionsland profitiert Spanien besonders vom EU-Beitritt

Brüssel - Die mehrheitliche Zustimmung der Spanier zur EU-Verfassung am Sonntag gilt als gewiss. In den Umfragen gehören sie zu den klaren Befürwortern der europäischen Einigung: 72 Prozent der Spanier bezeichneten in der jüngsten Eurobarometer-Umfrage der EU-Kommission im vergangenen Herbst die EU-Mitgliedschaft als "eine gute Sache" - im Mittel der Union waren es nur 56 Prozent. Kein Wunder, denn ebenso wie Portugiesen, Griechen und Iren haben die Spanier positive Erfahrungen mit der Gemeinschaft - und ihre Länder bekamen reichliche Finanzspritzen aus Brüssel.

Die vier so genannten Kohäsionsländer gehörten bei ihrer Aufnahme zu den "Armen" in Europa und bekommen bis heute besondere Zuschüsse. Als Nettoempfängern bleiben ihnen nach Abzug ihres EU-Beitrags Überschüsse von mehreren Milliarden Euro. In absoluten Zahlen liegt Spanien vorne: Im Jahr 2002, so Berechnungen der EU-Kommission, waren es netto fast 8,9 Milliarden Euro oder knapp 1,3 Prozent der nationalen Wirtschaftsleistung.

Gemessen an der Wirtschaftskraft ist dagegen Griechenland der Hauptgewinner mit einem Netto-Zuschuss von fast 2,4 Prozent. Mit der jüngsten Erweiterung sank aber das Wohlstandsniveau in der EU. Spanien und vor allem Irland, das bei der wirtschaftlichen Aufholjagd besonders erfolgreich war, werden daher ab 2007 wahrscheinlich zu Nettozahlern. (APA)

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