Chinesische ZTE dementiert Interesse an Siemens-Handysparte

24. Februar 2005, 12:31
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"WirtschaftsWoche": ZTE begann bereits so genannte Due Diligence zum Zwecke eines möglichen Kaufs

Das chinesische Telekom-Unternehmen ZTE hat Berichte über ein Interesse am defizitären Siemens-Handygeschäft zurückgewiesen. "Wir haben derzeit kein Interesse an der Sparte und prüfen auch nicht deren Bücher", sagte ein ZTE-Vertreter am Donnerstag. Das Magazin "WirtschaftsWoche" hatte am Mittwoch unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, ZTE habe bereits die so genannte Due Diligence zum Zwecke eines möglichen Kaufs des Handy-Geschäfts begonnen. Ein Siemens-Sprecher hatte daraufhin erklärt, es gebe weiter vier Optionen für die Mobiltelefon-Sparte: Verkauf, Schließung, Sanierung und Kooperation.

Mögliche Käufer

In den vergangenen Monaten waren in Medienberichten als mögliche Käufer oder Kooperationspartner unter anderem bereits Ningbo Bird aus China, NEC aus Japan oder die taiwanische Firma BenQ genannt worden. Die Siemens-Handysparte hatte im ersten Quartal 2004/05 (zum 31. Dezember) den operativen Verlust nochmals leicht auf 143 (Vorquartal: 141) Millionen Euro ausgeweitet. Der Bereich leidet unter zu hohen Kosten sowie einer im Vergleich zur Konkurrenz zu langsamen Produktentwicklung. Hinzu kam im Herbst eine Software-Panne bei der neuen 65er-Serie.(APA)

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