Filprojekte zu Steinzeit, Shakespeare und Olympia

24. Februar 2005, 16:36
posten

Roland Emmerich stellte seine Pläne für die nähere Zukunft vor, Steven Spielberg den Start seines München-1972-Dramas

Berlin/Los Angeles - Der deutsche Hollywoodregisseur Roland Emmerich (49) will einen Film drehen, der in der Steinzeit spielt. "10.000 BC" handelt von den Abenteuern eines Mammut-Jägers, berichtete Emmerich ("Independence Day", "The Day After Tomorrow") am Mittwoch am Rande der Berlinale, bei der er der Vorsitzende der Jury ist. Das Drehbuch sei noch in Arbeit.

Außerdem beschäftigt sich Emmerich mit der Autorenschaft William Shakespeares, die in der Fachwelt viel diskutiert wird. "Soul of the Age" sei ein Film über Kunst und Politik. Er sei ziemlich überzeugt, dass "der William Shakespeare, den wir kennen", die Stücke nicht geschrieben hat, sagte Emmerich. Gedreht wird in London, Namen von Schauspielern nannte er noch nicht.

Emmerich stellte bei den Internationalen Filmfestspielen seine neue Produktionsgesellschaft vor, die er zusammen mit Andreas Schmid, Chef des Medienfonds VIP ("Die Nibelungen"), gegründet hat. Reelmachine soll auch Filme ermöglichen, die schwierige Themen behandeln, kündigte Emmerich an. So geht es bei dem Projekt "The Girls Next Door" um "Sexsklaven" aus Mexiko.

Baldiger Drehstart für Olympia-Film

Hollywood-Regisseur Steven Spielberg will nach einjähriger Verzögerung in diesem Sommer seinen Olympia-Film drehen. Wie das Filmblatt "Hollywood Reporter" am Mittwoch berichtete, soll der Film noch im Dezember 2005 in die Kinos kommen.

Der ursprünglich für 2004 geplante Drehstart war von Spielberg verschoben worden, weil er mit dem Skript nicht zufrieden war. Der Dramatiker und Pulitzer- Preisträger Tony Kushner wurde daraufhin mit der Überarbeitung des Drehbuchs beauftragt.

Der noch titellose Film dreht sich um die Olympischen Spiele von 1972, bei denen palästinensische Extremisten in München ein Attentat auf die israelische Mannschaft verübten. Eric Bana soll eine der Hauptrollen übernehmen. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Roland Emmerich

Share if you care.