US-Finanzriese bei Telekom Austria groß eingestiegen

25. Februar 2005, 20:50
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Capital Group verdoppelte auf 11,3 Prozent - Aktienpaket zu Marktpreisen 860 Millionen Euro schwer

Wien - Am börsenotierten österreichischen Telefon-Konzern Telekom Austria hält ein Finanzriese aus den Vereinigten Staaten nun mehr als ein Zehntel der Anteile.

Die US-Fondsgesellschaft The Capital Group Companies hat über eines ihrer Unternehmen kräftig zugekauft und ihre bisherige Beteiligung auf 11,3 Prozent verdoppelt. Gehalten wird ein Aktienpaket von rund 56,3 Millionen Stück, zum derzeitigen Börsenkurs insgesamt rund 860 Mio. Euro wert.

Heute, Donnerstag, gab die Telekom Austria (TA) in einer Pflichtmitteilung überraschend bekannt, informiert worden zu sein, dass die Capital Group International rund 27,8 Millionen Aktien oder 5,6 Prozent des Aktienkapitals erworben hat.

Diese Gesellschaft gehört zu der in Los Angeles ansässigen Capital Group Companies; ebenso wie die Capital Research and Management Company, die im Herbst 2002 bei der Telekom groß eingestiegen ist und der zuletzt wiederholt Interesse am 25,2-prozentigen TA-Anteil der Staatsholding ÖIAG nachgesagt wurde.

TA-Chef freut sich über Finanzpartner

TA-Chef Heinz Sundt meinte heute bei einer Pressekonferenz in Wien, er sei "froh über langfristige Investoren". Es sei notwendig, über derartige Finanzpartner zu verfügen. Die Capital Group habe ihre Beteiligung "kontinuierlich ausgebaut". Welche Auswirkungen das auf eine weitere Privatisierung der TA habe, wollte Sundt nicht kommentieren.

In Deutschland ist der US-Großinvestor Capital Group Companies mit rund 4,5 Prozent zweitgrößter Aktionär der Bank-Austria-Mutter HypoVereinsbank (HVB). In Österreich wurde über Capital Research noch bis vor kurzem ein Anteil von mehr als 5 Prozent an der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen gehalten, diese Beteiligung wurde zuletzt auf weniger als 5 Prozent gesenkt. Bis Februar 2001 waren über Capital Group International auch mehr als 5 Prozent am börsenotierten Feuerfestkonzern RHI gehalten worden. (APA)

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    Telekom Austria-Boss Heinz Sundt freut sich über die neuen Investoren - Es sei "notwendig, über derartige Finanzpartner zu verfügen".

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