Umfrage: Irak, Nordkorea und Iran die "größten Feinde der USA"

19. Februar 2005, 13:05
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Zwei Prozent der Amerikaner sehen USA selber als größten eigenen Feind

Washington - Die Amerikaner sehen den Irak und Nordkorea sowie mit etwas Abstand den Iran als die "größten Feinde der USA". Laut einer jüngst veröffentlichten Gallup-Umfrage hat sich die Meinung über Frankreich wieder verbessert. 51 Prozent haben nun eine positive Meinung von Frankreich, gegenüber nur 34 Prozent im März 2003. Immerhin zwei Prozent der Befragten sehen Frankreich aber als größten Feind der USA. Allerdings sehen auch zwei Prozent die USA selber als größten eigenen Feind.

Platz Vier auf der Feindesliste: China

In einer Anfang Februar durchgeführten Umfrage bezeichneten je 22 Prozent den Irak und Nordkorea als "größten Feind der USA", der Iran (14 Prozent) und China (10 Prozent) folgten. Auf den hinteren Plätzen liegen Syrien, Saudiarabien und Russland (je zwei Prozent). Kuba wurde nur von weniger als 0,5 Prozent der Befragten als größter Feind genannt und liegt damit in einer Gruppe mit Libyen, Japan, Palästina und Israel.

Übereinstimmung mit "Achse des Bösen"

US-Präsident George W. Bush hatte in seiner Rede "Zur Lage der Nation" im Jänner 2002 den Irak, den Iran und Nordkorea als "Achse des Bösen" bezeichnet. Ein Jahr davor im Februar 2001 hielten die damals Befragten den Irak, China und den Iran für die größten US-Gegner. Dass der Irak inzwischen von den US-geführten Koalitionstruppen besetzt ist, ändert offenbar nichts an der negativen Einstellung der Amerikaner gegenüber dem Land.

Frankreich steigt wieder besser aus

Die Meinung über Frankreich hat sich verbessert: Erstmals seit dem Beginn des Irak-Kriegs wird Frankreich nun von mehr Befragten positiv als negativ gesehen (51 Prozent positiv, 43 Prozent negativ). Im März 2003 hatten 64 Prozent eine schlechte und 34 Prozent eine gute Meinung von den Franzosen. Im Vergleich zu früheren Beliebtheitswerten Frankreichs ist die Erholung aber noch nicht gelungen: Die durchwegs bei 70 Prozent und mehr Zustimmung liegenden Werte aus den 90-er Jahren sind auch durch die jüngste Verbesserung noch lange nicht wieder erreicht.

Weitgehend positive Sicht auf Deutschland

Weitgehend positiv wird Deutschland gesehen: Obwohl die deutsche Regierung so wie die französische Führung den USA die Gefolgschaft im Irak-Krieg verweigerte, kam es nie zu einem so starken Einbruch in der Beliebtheit gegenüber Deutschland wie bei Frankreich. Auch im März 2003 hatten noch 49 Prozent der Amerikaner eine positive Meinung von Deutschland gegenüber 44 Prozent mit negativer Einstellung. Mit 73 Prozent Zustimmung gegenüber 22 Prozent Ablehnung hat Deutschland jetzt wieder die Werte aus der Zeit vor dem Irak-Krieg erreicht.

Die Umfrage wurde vom 7. bis 10. Februar in Telefoninterviews bei 1.008 Erwachsenen durchgeführt und hat eine Fehlerquote von plus/minus drei Prozentpunkten. (APA)

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