Remis für Schalke und Stuttgart

21. Februar 2005, 17:33
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Offensiver Stranzl kam mit VfB in Parma nicht über ein 0:0 hinaus - Schalke erreichte 1:1 bei Donezk - Ajax schlug Auxerre

Die Favoriten haben sich am Mittwoch in den Hinspielen zur Runde der letzten 32 im Fußball-UEFA-Cup schwerer getan, als es ihnen lieb war. Während sich der Tabellen-Zweite der deutschen Bundesliga, der FC Schalke 04, für ein schmeichelhaftes 1:1-Auswärtsremis bei Schachtjor Donezk beim glänzenden Torhüter Frank Rost bedanken durfte, unterlag der spanische Tabellen-Dritte FC Sevilla in Athen Panathinaikos mit 0:1. Partizan Belgrad und Austria-Gruppen-Gegner Dnjepr Dnjepropetrowsk trennten sich 2:2.

Die Schalker waren beim ukrainischen Leader und Cupsieger durch Goalgetter Ailton (7.) rasch in Führung gegangen, ehe sich Rost mehrmals auszeichnete. In der 86. Minute musste sich der 31-Jährige dann aber dem Brasilianer Brandao geschlagen geben, der aus abseitsverdächtiger Position ausglich. Dennoch haben die "Königsblauen" vor dem Rückspiel in der Arena AufSchalke alle Trümpfe selbst in der Hand. "Wenn man die Torchancen hochrechnet, geht das 1:1 in Ordnung. Frank Rost hat uns in ein paar Situationen vor einer Niederlage bewahrt", lobte Schalke-Trainer Ralf Rangnick.

Vor den Augen ihres seit Mittwoch designierten neuen Coaches Alberto Malesani überraschte Panathinaikos den FC Sevilla. Der Italiener, der 1999 den AC Parma zum UEFA-Cup-Sieg geführt hatte, soll beim griechischen Meister die Nachfolge des zuletzt nur selten erfolgreichen Tschechen Zdenek Scasny antreten. Der entscheidende Treffer gegen die Andalusier gelang Vintra eine Viertelstunde vor Schluss.

Keine Tore in Parma

Der VfB Stuttgart erreichte beim UEFA-Cup-Sieger von 1999, dem AC Parma, ein torloses Unentschieden. Die stark abstiegsgefährdeten Italiener waren allerdings ohne einen Großteil ihrer Stammspieler angetreten, steht doch das Kellerderby gegen den Schopp-Klub Brescia am Wochenende bevor. Auch die Stuttgarter hatten einige Ausfälle zu kompensieren, wodurch ÖFB-Teamspieler Martin Stranzl in der für ihn ungewohnten Rolle als rechter Mittelfeldspieler auflief. "Das ist natürlich nicht seine angestammte Position, aber es hat speziell über rechts eigentlich ganz gut funktioniert", sagte VfB-Trainer Matthias Sammer.

"Beide Mannschaften haben taktisch diszipliniert gespielt. Wir haben gut dagegen gehalten, sind hinten kompakt gestanden und hatten nach vorne einige ganz gute Aktionen. Wir können mit der Leistung zufrieden sein", resümierte Stranzl, der in einem spielerisch mäßigen Spiel noch einer der auffälligsten Offensivakteure war und in der 51. Minute nur knapp scheiterte. "Mit einem Tor hätten wir uns nächste Woche aber um einiges leichter getan", wusste der 24-jährige Burgenländer.

Eine bessere Ausgangsposition für das Rückspiel erspielte sich Ajax Amsterdam. Die Niederländer landeten dank eines Treffers von Maxwell vor der Pause (35.) einen knappen 1:0-Heimsieg über GAK-Gruppen-Gegner AJ Auxerre. (APA)

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    Martin Stranzl (VfB Stuttgart/li) mit Parmas Stefano Bettarini.

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