Großes Rennen auf großer Leinwand

18. Februar 2005, 22:23
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Premiere zu Pepe Danquarts "Höllentour" in der Millennium City - Der oskargekrönte Regisseur präsentierte seine Hommage an die Tour

Sie sei hier, weil sie auch Radfahrerin sei, erklärte Andrea Eckert - und musste lachen: Dass zwischen dem Radeln zum Burgtheater und der Tour de France ein Unterschied liegt, weiß sie natürlich selbst.

"Was mich an der Tour fasziniert, ist die Überwindung. Dass man da etwas schafft, weil man es will - obwohl es unmöglich scheint", erklärte Eckert, als sie Dienstagabend zur Premiere zu Pepe Danquarts "Höllentour" in die Millennium City kam.

Der oskargekrönte Regisseur präsentierte dort vor Fachpublikum (u.a. Roland Königshofer, Franz Stocher, Mario Traxl) seine dokumentarische Hommage an die Tour - und scheiterte beim Prolog: Mehr, als aus der täglichen Berichterstattung bekannte Statements, Bilder und Aussagen kam da nicht - und mit eineinhalb Jahren Verspätung (Danquart zeigt die Tour 2003) fehlte da eben jene Dramatik, die aus wunderschönen Bildern (Peloton in der Landschaft, Individuum im Kampf mit sich selbst, Zusammenspiel von Technik und Muskel et al.) einen Krimi macht. "Alles andere ist im Vergleich dazu ein Kindergeburtstag", erklärte Ex-Tour-Teilnehmer Gerhard Zadrobilek vor der Premiere. Aber das hatte Andrea Eckert auch vorher schon gewusst. (DER STANDARD Printausgabe 17.2.2005)

  • Österreichs Erfolgsradfahrer Roland Königshofer (hinten) und Franz Stocher bei der Premiere von Pepe Danquart
    foto: rottenberg

    Österreichs Erfolgsradfahrer Roland Königshofer (hinten) und Franz Stocher bei der Premiere von Pepe Danquart

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