Après-Ski in Tirol: Starke Männer ersetzen schwarze Liste

21. Februar 2005, 13:27
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Künftig sollen private Sicherheitsdienste vor und in den Lokalen für Ordnung sorgen

Westendorf - Die Idee, Touristen, die sich bei Schlägereien hervorgetan haben, auf schwarze Listen zu setzen und damit von künftigen Urlaubsbuchungen in Westendorf auszuschließen, wird nicht weiter verfolgt. Bürgermeister Anton Margreiter begründete dies am Mittwoch nach einem Krisengipfel mit datenschutzrechtlichen Gründen. In Westendorf bei Kitzbühel war es beim Après-Ski in den vergangenen Wochen zu einer Häufung von Massenschlägereien unter Touristen mit bis zu 20 Beteiligten gekommen.

Private Sicherheitsdienste

Zum Gipfel waren neben Gemeinde, Tourismusverband und Gendarmerie auch die Betreiber der betroffenen Lokale eingeladen. Einhelliges Ergebnis: In den drei als besonders heikel eingeschätzten Wochen Ende Jänner bis Anfang Februar sollen künftig private Sicherheitsdienste vor beziehungsweise in den Lokalen für Ordnung sorgen. Auf diese Weise haben Orte wie Sölden und Ischgl die imageschädigenden gewalttätigen Alkoholexzesse der Gäste einigermaßen in den Griff bekommen.

Die Westendorfer Lokalbesitzer haben widerstrebend zugestimmt, sich an den Security-Kosten zu beteiligen. (hs, DER STANDARD Printausgabe 17.2.2005)

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