Maserati trennt sich von Ferrari und kehrt zu Fiat zurück

23. Februar 2005, 13:05
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Neue Luxus-Automarke zusammen mit Alfa Romeo geplant

Rom - Der italienische Autobauer Maserati trennt sich von der Mutter Ferrari und kehrt unter die Kontrolle von Fiat zurück. Dies teilte der Fiat-Konzern, die Muttergesellschaft von Ferrari, am Mittwoch mit.

Ziel der Operation ist die Gründung einer neuen, auf Luxusautos spezialisierten Automarke, berichteten italienische Medien. Ferrari soll dadurch von Maserati entlastet werden, die noch Schulden schreibt.

Zusammenarbeit mit Alfa Romeo

Alfa Romeo und Maserati planen eine "enge technische und kommerzielle Zusammenarbeit, die sich an die großen internationalen Märkte richtet", hieß es in der Fiat-Presseaussendung. Maserati wird jedoch die Kooperation mit Ferrari fortsetzen, unter deren Leitung einen technologischen Neubeginn möglich geworden ist, hieß es.

Die Ausgliederung von Maserati aus der Ferrari-Gruppe wurde nach der Trennung zwischen Fiat und dem amerikanischen Partner General Motors (GM) beschlossen.

General Motors hatte sich am Sonntag mit den Italienern geeinigt, 1,5 Mrd. Euro zu zahlen, damit Fiat nicht die Put-Option aus dem Jahr 2000 zieht, mit der die Amerikaner zur Übernahme hätten gezwungen werden können.

Damit ist die Ehe zwischen GM und der krisengeschüttelten Fiat definitiv zu Ende. Der Turiner Autobauer hat nun die Hände für neue Allianzen und Strategien frei. (APA)

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