Zum Jubiläum in Topform

21. Februar 2005, 21:39
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180.000 Besucher auf der 25. Arco Madrid

Madrid - Ganz allgemein gesehen haben Spanien und Österreich in der Welt des Kunstmarktes etwas gemeinsam. Die in unseren Ländern erzielten Umsätze liegen gemessen am weltweiten unter einem Prozent.

Der Trost: Keine andere Kunstmesse der Welt verzeichnet so viele Besucher wie die Arco, die 2006 (9.-13. Februar) stattfindende hat den Themenschwerpunkt Österreich und die jüngsten Zahlen sorgten für fröhliche Gesichter in Teilnehmer- wie Veranstalterkreisen.

180.000 Besucher lockte man heuer vom 10. bis 14. Februar nach Madrid. Gleichzeitig stieg der Messeumsatz um zehn Prozent, wobei der Anteil an Erstkäufern diesmal deutlich höher lag als zuletzt. Damit präsentierte sich die Arco am Vorabend ihres 25-jährigen Jubiläums 2006 in absoluter Topform.

Die vor einem Vierteljahrhundert angepeilten Ziele hat man damit erreicht: den Aufbau eines Kunstmarktes in Spanien zu begleiten, die Werbetrommel für das Sammeln zu rühren und schließlich Madrid als kleine, aber ansehnliche Metropole innerhalb der Kunstwelt zu etablieren.

Auf der südlichsten Spielwiese Europas tummelten sich an die 200 der wichtigsten Kuratoren, Museumsexperten und Sammler aus 32 Ländern. Die Zahl der von 272 Ausstellern präsentierten Künstler bezifferte der Veranstalter mit mehr als 2000. Gastland der 24. Arco war Mexiko. Das von Carlos Ashida und Julian Zugazagoitia zusammengestellte Programm bot mit 17 von den Kuratoren ausgewählten Galerien ein übergreifendes Panorama verschiedener Momente mexikanischer Kunstgeschichte.

Der multidisziplinäre Charakter der Arco wurde durch spezielle Programmpunkte untermauert: Darunter definierte sich Project Rooms für 32 sowohl etablierte als auch junge Künstler aus elf Ländern als Ort des Experiments; The Black Box@Arco hatte sich dem künstlerischen Schaffen mithilfe neuer Technologien verschrieben. Und hier fand die Arco auch ihren Best Young Artist at Arco, den deutschen Medienkünstler Thomas Köner, 2004 Preisträger der Goldenen Nica Prix Ars Electronica.

In der Kategorie Best Living International Artist at Arco wählte die Jury den in Deutschland lebenden Briten Tony Cragg und als nationales Pendant (Best Living Spanish Artist at Arco) die Bildhauerin Susana Solano. (kron/ DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17.2.2005)

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