Telenor rutscht ins Minus

23. Februar 2005, 10:58
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Abschreibungen für dänische und schwedische Aktivitäten verhageln Bilanz

Der norwegische Telekomkonzern Telenor ist im Schlussquartal seines Geschäftsjahres erwartungsgemäß ins Minus gerutscht. Das Unternehmen musste einen Nettoverlust von 382 Mio. norwegische Kronen (NOK / 46 Mio. Euro) hinnehmen. Im Vorjahr hatte Telenor im selben Zeitraum noch ein Plus von 999 Mio. NOK (120 Mio. Euro) in der Bilanz stehen. Zu verdanken hat das Unternehmen den Verlust millionenschweren Abschreibungen auf die dänische Mobilfunktochter Sonofon und auf Aktivitäten in Schweden, teilte Telenor am Mittwoch mit.

Buchverluste von 358 Mio. Euro

Telenor hat die millionenschweren Abschreibungen bereits in der Vorwoche angekündigt. Insgesamt belaufen sich die Buchverluste für die dänischen und schwedischen Aktivitäten auf rund drei Mrd. NOK (358 Mio. Euro). Alleine für Sonofon hat Telenor Abschreibungen in Höhe von 2,4 Mrd. NOK (287 Mio. Euro) vorgenommen. Telenor hatte erst im Dezember 2003 rund drei Mrd. dänische Kronen (403 Mio. Euro) für die Komplettübernahme von Sonofon bezahlt. Die starke Konkurrenz auf dem dänischen Mobilfunkmarkt hat allerdings die Gewinne beim zweitgrößten Provider des Landes purzeln lassen.

Mehr Umsatz

Beim Umsatz konnte Telenor im vierten Quartal zulegen und zwar um 14,2 Prozent auf 15,6 Mrd. NOK (1,9 Mrd. Euro). Im Gesamtjahr hat das Unternehmen den Umsatz um knapp 15 Prozent auf 61 Mrd. NOK (7,3 Mrd. Euro) gesteigert. Der Nettogewinn legte um 14,6 Prozent auf 5,2 Mrd. NOK (622 Mio. Euro) zu. Besonders erfolgreich verlief es für das Unternehmen im Mobilfunkbereich auf dem Heimatmarkt Norwegen. Hier kommt Telenor auf einen Marktanteil von 56 Prozent. Aber auch auf internationalem Gebiet konnte Telenor stark zulegen - etwa in der Ukraine oder in Bangladesch. Insgesamt hat das Unternehmen die Umsätze aus dem Mobilfunkbereich 2004 um über 38 Prozent auf 33 Mrd. NOK gesteigert.(pte)

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