Seibersdorf koordiniert europaweites Projekt zur Quantenforschung

23. Februar 2005, 00:48
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"ERA-Pilot QIST" ist auf zwei Jahre angelegt

Wien - Auch wenn der Titel "Herr der Quanten" bereits an den Physiker Anton Zeilinger (Uni Wien) vergeben ist, werden die Experten von ARC Seibersdorf research in puncto Quantenforschung auf europäischer Ebene in Zukunft mehr als nur Mitspieler sein. Das Zentrum koordiniert nämlich das europaweite Projekt "ERA-Pilot QIST", das über zwei Jahre läuft und mit 850.000 Euro aus dem 6. Forschungs-Rahmenprogramm der EU dotiert wurde.

Das Projekt wurde nicht zuletzt deshalb initiiert, um die europäischen Forschungen auf dem Gebiet der Quanten-Physik international konkurrenzfähig zu halten, heißt es in einer Aussendung der ARC am Mittwoch. Das Projekt startet mit einem Kernteam von 15 Partnern aus insgesamt zehn europäischen Ländern (Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Holland, Irland, Italien, Österreich und die Slowakei). Österreich ist im Kernteam des Projekts mit drei Partnern vertreten, namentlich durch das Infrastsrukturministerium, die ARC und die Österreichische Akademie der Wissenschaften mit dem Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI).

Als Forschungsthemen stehen beispielsweise Quantenkryptographie, Quantenteleportation oder der Quantencomputer auf dem Programm. Dabei soll der Aspekt der industriellen Anwendungen nicht aus den Augen verloren werden. Nach Projektabschluss wird nach den Plänen der Wissenschafter unter anderem eine Landkarte der europäischen Quanten-Aktivitäten gezeichnet sein, sowie ein Leitfaden für die weitere Vorgangsweise entwickelt sein. (APA)

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