JPEGs plauderen sensible Informationen aus

23. Februar 2005, 11:04
9 Postings

Nachbearbeitete Bilder landen oft mit nicht veränderter Vorschau im Netz – Digitalkameras speichern Thumbnail unter Metadaten

Wer meint unerwünschte oder gar verfängliche Informationen aus Bildern mittels Bildbearbeitung entfernt zu haben, könnte sich täuschen. Denn oft verbirgt sich die Originalinformation noch in den Untiefen der Metadata-Informationen eines JPEG-Bilds, davor warnt das Red Team in einem Security Advisory.

Vorschau

Schuld daran sind zahlreiche Digitalkameras, die eine eigene Bildvorschau erzeugen und versteckt abspeichern. Viele Bildbearbeitungsprogramme verändern diese Vorschau aber nicht mit, so bleibt die ursprüngliche Information oft erhalten. Das Red Team hat nun mit einer eigenen Software das Netz durchforstet, um herauszufinden, wie oft so etwas in der Realität vorkommt, das Ergebnis ist ernüchternd: Immerhin 20 Prozent aller JPEGs beinhalteten eine Thumbnail-Vorschau, bei 2 Prozent war diese signifikant vom eigentlichen Bild unterschiedlich.Bei der Einzelkontrolle stellten sich dann immerhin 0,001 Prozent aller Bilder als welche heraus, deren verborgene Daten ernsthaften Schaden anrichten könnten.

Testweise

Wer sicher gehen will, dass die Vorschau nicht im Netz landet, sollte seine Bilder ohne EXIF-Daten abspeichern, dies beinhalten neben dem Thumbnail auch noch zahlreiche Informationen über Kameramodell, Belichtungszeit und andere Einstellungen. (red)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.