Schlager-Spiel im letzten Moment abgesagt

17. Februar 2005, 12:20
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Austria gegen Bilbao wegen eisiger Bodenver­hältnisse letztlich doch storniert

Wien - Das für Mittwochabend im Ernst-Happel-Stadion angesetzte UEFA-Cup-Hinspiel der dritten Runde zwischen dem österreichischen Fußball-Vizemeister FK Austria und Athletic Bilbao ist für diesen Tag und auch den folgenden dem Schnee zum Opfer gefallen.

Säuberung kontraproduktiv

Die Forderung des israelischen Schiedsrichters Alon Yefet und des türkischen UEFA-Delegierten Metin Kazancioglu nach Kommissionierung am Mittwochnachmittag, das Spielfeld zumindest überwiegend vom Schnee zu säubern, erwies sich schließlich als kontraproduktiv, denn die Unterlage, die nach intensiver Schaufelarbeit übrig blieb, war schließlich für die Akteure einfach zu gefährlich, daher erfolgte um 20:00 Uhr die endgültige Absage.

Kein Spiel am Donnerstag

Da die Wetterprognosen für Donnerstag weiterhin recht ungünstig lauteten, Schneefall, starker Wind, entschlossen sich die Vertreter beider Klubs gemeinsam mit dem UEFA-Delegierten, das Spiel auch nicht am 17. Februar anzusetzen. Die Tendenz ging nun auf die Termine Donnerstag (24.2. Wien) bzw. Sonntag 27.2. (Bilbao). Die jeweiligen Meisterschaftsspiele am 27. (Austria gegen Pasching) bzw. Bilbao gegen Getafe müssten daher verschoben werden. Wofür die Austria von der Bundesliga bereits Grünes Licht erhielt.

Dünne Schneedecke

Während sich die Basken von Haus aus für eine Absage aussprachen, versuchten die Gastgeber, alles für eine Durchführung zu tun. Es war bereits in der Nacht auf Mittwoch nach Einsetzen der Schneefälle gearbeitet worden, als der Schneefall schließlich gegen 15:00 Uhr aufhörte, präsentierte sich das Spielfeld mit einer zwei Zentimeter dicken Schneedecke, auf der mit einem orangenen Ball wohl gespielt werden hätte können.

"Verletzungsrisiko zu groß"

Aber Schneeboden war nicht im Sinne der Verantwortlichen, daher die Räumungsaktion mit Hilfe von 200 Austria-Fans, bei denen sich Austria-Manager Markus Kraetschmer dann auch herzlich bedankte. Doch alle Bemühungen waren vergebens, Teile des Spielfeldes präsentierten sich schließlich doch in einem zu rutschigen, glatten Zustand. "Zu gefährlich", meinte dann auch Austria-Torhüter Joey Didulica, "die Absage ist vom gesundheitlichen Aspekt aus verständlich, das Verletzungsrisiko zu groß", sagte Michael Wagner. Von einer "sportlichen Entscheidung" sprach auch Austria-Sportchef Günther Kronsteiner, "ein reguläres Spiel wäre nicht möglich gewesen".

Kleinere "Auseinandersetzungen"

Manager Kraetschmer war über den vergeblichen "Riesenaufwand" enttäuscht, meinte nur, man hätte schon um 16:00 Uhr die endgültige Absage aussprechen sollen. Dann hätten sich auch etliche Fans den Marsch ins Stadion erspart. Beim Abgang kam es daher auch zu einigen kleineren "Auseinandersetzungen", nichts Ernstes allerdings wie die zahlreich vertretene Polizei bekannt gab. Die Tickets behalten natürlich ihre Gültigkeit. (APA)

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    Tag und Nacht wurde geschaufelt, umsonst wie sich rund 45 Minuten vor dem geplanten Spielbeginn herausstellen sollte.

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