Schoeller Bleckmann Oilfield erhöht Dividende für 2004 auf 40 Cent je Aktie

23. Februar 2005, 12:56
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Ölfeldausrüster legt 2004 bei Umsatz und Ergebnis zweistellig zu - Mittelfristig 7 Prozent Branchenwachstum erwartet

Wien - Der börsenotierte Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (SBO) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 trotz anhaltender Dollar-Schwäche Umsatz und Gewinn kräftig steigern können. Die Dividende soll von 30 auf 40 Cent je Aktie angehoben werden, kündigte das Ternitzer Unternehmen am Mittwoch. Außerdem soll der 15-prozentige Preisabschlag für Kleinaktionäre bei einer Übernahme ausgeschlossen werden.

Umsatz um 13 Prozent gesteigert

Nach endgültigen Zahlen lag der Konzern-Umsatz mit 152,2 Mio. Euro um 13,4 Prozent über dem Vorjahreswert von 134,2 Mio Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg von 13,1 auf 17,6 Mio. Euro, der Vorsteuergewinn (EGT) um 65 Prozent von 9,4 auf 15,5 Mio. Euro und der Jahresüberschuss von 6,1 auf 10,8 Mio. Euro.

SBO gilt als Weltmarktführer bei Hochpräzisionsteilen für die Ölfeld-Ausrüstungsindustrie. Schwerpunkt sind amagnetische Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnologie. Das Unternehmen, mehrheitlich im Eigentum der Berndorf AG, beschäftigt weltweit 837 Mitarbeiter (Ende 2003: 800), davon im Stammwerk Ternitz 211 und in Nordamerika (inklusive Mexiko) 435.

Investitionsschub in der Ölindustrie

Für die nächsten Jahre erwarte man bei SBO einen Investitionsschub der Ölindustrie und sieht daher günstige Rahmenbedingungen für die eigene Geschäftsentwicklung. Ausgehend von einem "weiterhin hohen Ölpreis" geht Vorstandschef Gerald Grohmann von einem deutlichen Anstieg der Ausgaben für Exploration und Produktion von Erdöl aus. Auch den Anstieg des eigenen Auftragseingangs um 30 Prozent im Jahr 2004 sieht Grohmann als "klares Zeichen, dass die Ölindustrie begonnen hat zu investieren und die Sünden der Vergangenheit aufzuholen", wie er am Mittwoch vor Journalisten sagte.

7 Prozent Branchenwachstum pro Jahr erwartet

Künftig seien Öllagerstätten schwieriger auszubeuten, da die "niedrig hängenden Früchte" bereits geerntet wurden. Speziell die technologisch aufwendigere Offshore-Ölgewinnung, in deren Entwicklung Grohmann einen guten Indikator für die eigenen Umsatze sieht, dürfte demnach überdurchschnittlich zulegen. Um davon profitieren zu können kündigte Grohmann auch bei Schoeller-Bleckmann Investitionen - etwa Neugündungen im Service-Bereich in Russland und Westafrika - an, ohne das geplante Volumen zu beziffern.

Hauptversammlung soll Kapitalerhöhung beschließen

"In irgendeiner Form wird das Wachstum zu finanzieren sein", sagte der Schoeller-Bleckmann-Chef. Als Möglichkeiten nannte er eine höhere Verschuldung - was jedoch dem mittelfristigen Ziel widerspricht, das Gearing von derzeit knapp 55 auf 50 Prozent zu senken - oder eine Kapitalerhöhung. Für diese Möglichkeit will sich der Vorstand von der Hauptversammlung am 8. März eine Aufstockung des genehmigten Kapitals von derzeit 2 auf 3 Millionen Aktien genehmigen lassen.

Zu einer möglichen Streubesitz-Erhöhung sagte Grohmann: "Es gibt Überlegungen, aber keine konkreten Pläne." Die Verbreiterung des Free Float im Herbst 2004 durch einen Verkauf des Mehrheitsaktionärs Berndorf an institutionelle Investoren von 36 auf 43 Prozent sei vom Kapitalmarkt "sehr positiv" aufgenommen worden.

Eine konkrete Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2005 nannte Grohmann nicht: "Wir geben keine zukunftsorientierten Zahlen bekannt." Mögliche Unsicherheitsfaktoren seien die Dollar-Entwicklung und die globale Konjunktur, da eine negative Entwicklung der Weltwirtschaft den Investitionszyklus in der Ölbranche dämpfen könnte. (APA/red)

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    Nach kräftigem Umsatzplus erhöht SBO die Dividende für 2004

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