Yusuf Islam gewinnt Verfahren gegen britische Presse

20. Februar 2005, 12:08
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Zum Islam konvertierter Cat Stevens wurde des Terrors beschuldigt

London - Der britische Sänger Yusuf Islam - früher als Cat Stevens bekannt - ist aus Verleumdungsverfahren gegen die britische Presse als Sieger hervorgegangen. Wie der zum Islam konvertierte frühere Liedermacher am Dienstag mitteilte, erhielt er von den Zeitungen "Sunday Times" und "Sun" "erheblichen" Schadensersatz sowie Entschuldigungen für "falsche und stark rufschädigende Behauptungen", wonach er in terroristische Aktivitäten verwickelt sei. Beide Blätter übernahmen demnach auch die Gerichtskosten und verpflichteten sich, die Beschuldigungen nicht zu wiederholen.

Islam war im vergangenen September aus "Sicherheitsgründen" die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert worden. Sein Name befand sich auf einer der nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA eingeführten Flugverbotslisten. Wer in den Listen geführt wird, gilt als terrorverdächtig und darf nicht mehr an Bord eines Passagierflugzeuges gelassen werden.

Der Sänger wurde Anfang der 70er Jahre mit Liedern wie "Morning has Broken" und "Peace Train" berühmt. 1977 trat er zum Islam über und änderte seinen Namen. Als Yusuf Islam betreut und finanziert der ehemalige britische Weltstar, der als engagierter Friedensaktivist und scharfer Kritiker der USA gilt, heute verschiedene islamische Hilfsprojekte. Die Schadensersatzzahlungen der beiden Zeitungen sollen Projekten in Regionen zugute kommen, die im vergangenen Dezember von der Flutkatastrophe im Indischen Ozean heimgesucht wurden. (APA)

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