Rice kritisiert Syrien scharf

17. Februar 2005, 16:47
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US-Außenministerin wirft nach Hariri-Mord dem Land Unterstützung des Terrorismus vor

Washington - Nach der Ermordung des libanesischen Exministerpräsidenten Rafik Hariri wachsen die Spannungen zwischen den USA und Syrien. US-Außenministerin Condoleezza Rice warf dem Land die Unterstützung des Terrorismus und der Aufständischen im Irak vor. Die syrische Regierung befinde sich auf einem Weg, auf dem sich die Beziehungen verschlechterten. "Das syrische Problem ist ein ernstes Problem", sagte Rice am Dienstagabend in Washington. Zuvor hatten die USA bereits seine Botschafterin aus Damaskus abberufen.

Rice unterließ es jedoch im Gegensatz zu Hariris Anhängern, Syrien direkt für das Attentat verantwortlich machen. Hariri war am Montag bei einem Bombenanschlag getötet worden - neben dem gemäßigten Oppositionspolitiker kamen 16 weitere Menschen ums Leben, etwa 120 verletzt wurden verletzt.

Botschafter: "Bestimmte Gruppierungen" versuchten, Syrien zu schaden

Der syrische Botschafter in Washington wies eine Verwicklung in den Anschlag auf Hariri zurück. "Syrien hat keinen Vorteil von dem, was passiert ist", sagte Botschafter Imad Mustapha dem Fernsehsender CNN. "Bestimmte Gruppierungen" versuchten, Syrien zu schaden. Das deutet auf einen heimtückischen Plan hin, der nicht mit dem Mordanschlag auf Hariri ende, sondern auch noch versuche, "mit dem Finger auf Syrien zu zeigen".

Der Abberufung der amerikanischen Botschafterin in Damaskus wollte er nicht überbewerten. Er wisse allerdings nicht, welche Pläne seine Regierung mit ihm habe, sagte Mustapha. (APA/AP)

  • Rice: "Das syrische Problem ist ein ernstes Problem"
    epa/matthew cavanaugh

    Rice: "Das syrische Problem ist ein ernstes Problem"

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