Zweifel an Wirksamkeit von Grippe-Impfung für Senioren

21. Februar 2005, 22:03
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US-Studie: Immunisierung von Schulkindern möglicherweise effektiver

Washington - Eine neue US-Studie hat nun die Wirksamkeit von Grippeimpfungen für Seniorinnen und Senioren in Frage gestellt. Nach der Auswertung von Daten aus mehr als drei Jahrzehnten haben die Forscher des National Institute of Health keine positive Auswirkung der stark gestiegenen Impfungsrate bei Älteren auf die Sterblichkeit feststellen können. Obwohl vor 1980 nur 20 Prozent der Senioren in den USA geimpft waren und es heute 65 Prozent sind konnte in der Studie keine gesunkene Todesrate festgestellt werden.

Schwächeres Immunsystem

Als Ursache wird vermutet dass Impfungen bei Älteren wegen deren schwächerem Immunsystem weniger gut wirken. Auch wird eine Verzerrung der Statistik vermutet, wenn schwer kranke alte Menschen die nicht geimpft waren starben und gesündere geimpfte Senioren nicht sei die unterschiedliche Todesrate fälschlicherweise der Grippeimpfung zugeschrieben worden.

Die Leiterin der Studie, Lone Simonsen, schlägt daher die systematische Impfung von Schulkindern vor, da diese die stärksten Überträger der Krankheit sind, sowie des Personals von Altenheimen und Krankenhäusern. Dadurch würden die Älteren gar nicht mit dem Grippevirus in Kontakt kommen. Von der Impfempfehlung in den USA für ältere Menschen will sie aber nicht abrücken. (APA)

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