EU-Forschungsprojekt zu Chemikalien-Risiken gestartet

21. Februar 2005, 22:03
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Teil der Erfassung von Chemie-Daten für neue EU-Richtlinie - Salzburger Forschungsgruppe beteiligt

Helsinki - Zu Wochenbeginn ist ein umfangreiches europäisches Forschungsprojekt über die Auswirkungen der 2.500 am häufigsten produzierten Chemikalien auf die Umwelt und die Gesundheit des Menschen gestartet worden. Laut dem staatlichen finnischen Umweltinstitut (SYKE) ist an dem Projekt auch eine Forschungsgruppe am Institut für Chemie und Biochemie Institut an der Universität Salzburg unter der Leitung des Vizerektors für Forschung, Albert Duschl, beteiligt.

Rund 30.000 Chemikalien müssen erfasst werden

Die Studie ist auf fünf Jahre angelegt. Sie ist als Beitrag zu der im Rahmen der neuen Chemie-Richtlinie der EU notwendigen Daten-Erfassung angelegt. Insgesamt müssen rund 30.000 Chemikalien erfasst werden, die in der EU in einer Menge von über einer Tonne jährlich verwendet werden. Koordiniert wird die Studie, an der insgesamt 43 Forschungsinstitutionen aus 17 Ländern beteiligt sind, vom dänischen Umweltforschungsinstitut Neri.

Nach einer Schätzung der Weltbank wird ein Prozent aller Erkrankungen beim Menschen durch die Einwirkung von Chemikalien hervorgerufen. Durch die 2007 in Kraft tretende, neue Chemie-Gesetzgebung der EU sollen in einem Zeitraum von 20 Jahren insgesamt rund 50 Milliarden Euro an Gesundheitskosten eingespart werden. (APA)

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