Europäische Astronomen-Teams untersuchen Geburt von Sternen

20. Februar 2005, 19:05
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Untersucht werden die weitgehend unerforschten Materiestrahlen am Beginn des Sternenlebens

Jena/Heidelberg - Astronomen aus sieben europäischen Staaten untersuchen in den kommenden vier Jahren gemeinsam die Geburt von Sternen. An dem Projekt "Jetset", das von der EU mit 3,9 Millionen Euro gefördert wird, sind die Landessternwarten in Tautenburg (Thüringen) und Heidelberg-Königstuhl (Baden-Württemberg) beteiligt. Es gehe auch um die "Geburtswehen" der Sterne, teilte der Direktor der Thüringer Landessternwarte, Artie Hatzes, am Dienstag mit.

Mit Kollegen aus Irland, England, Frankreich, Italien, Portugal und Griechenland wollen die deutschen Astronomen die so genannten Jets näher untersuchen. "Jets sind Materiestrahlen, die bei Sterngeburten entstehen, über die jenseits der Theorie aber bisher nur wenig bekannt ist", sagte Hatzes. "Wir stehen erst am Anfang und werden noch große Anstrengungen bewältigen müssen, um wenigstens die Jets zu verstehen." Die Thüringer Landessternwarte beobachtet die Jets schon seit einigen Jahren mit dem Hubble-Weltraumteleskop.

Eine Million Jahre bis zur "Stern-Werdung"

Sterne entsehen aus rotierenden Gas- und Staub-Wolken. Die Geburt eines Sternes dauert mindestens mehrere 10.000 Jahre. "Ein Stern wie die Sonne braucht eine Million Jahre, bis er zu sehen ist", sagte Jochen Eislöffel von der Landessternwarte Tautenburg. (APA/dpa)

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