80 Zentimeter Neuschnee in Niederösterreich - 35 Zentimeter in Wien

17. Februar 2005, 08:47
158 Postings

Die Folge waren Straßensperren, Unfälle und Behinderungen - Verspätungen bei Zügen und Öffis

St. Pölten/Wien/Linz/Eisenstadt/Salzburg - Der angekündigte neuerliche Wintereinbruch in den Nachtstunden hatte am Mittwoch Ostösterreich fest im Griff. Die Folge waren Straßensperren, Unfälle und damit verbunden Behinderungen. In den späten Vormittagsstunden begann sich die Situation leicht zu entspannen.

Allein im Voralpengebiet hatte es 60 bis 80 Zentimeter Neuschnee gegeben. In Wien hat es einen Schneezuwachs von bis zu 35 Zentimeter gegeben. Es gab vor allem Probleme im Frühverkehr.

Kettenpflicht auf A21 wieder aufgehoben

Die auf der Außenringautobahn (A21) noch am Dienstag verhängte Kettenpflicht für Lkw über 7,5 Tonnen wurde am Mittwochvormittag ebenso wieder aufgehoben wie das Fahrverbot auf der A1 im Abschnitt St. Pölten - Wien, teilte der ÖAMTC mit.

Lawinengefahr: Sperre der B20

Lawinengefahr machte die Sperre der B20 zwischen Türnitz und Annaberg notwendig. Wegen Schneeverwehungen unpassierbar waren u.a. auch die L151 (Mödling - Gumpoldskirchen) und die L34 (Großebersdorf - Ulrichskirchen). Aus dem selben Grund und auf Grund von Glätte gab es Behinderungen auf der Ostautobahn (A4) von Bruck a.d. Leitha bis zum Grenzübergang Nickelsdorf.

Wien und St.Pölten: Kurzparkzonen außer Kraft gesetzt

In St. Pölten und Wien wurden für Mittwoch die Kurzparkzonen und die damit verbundene Gebührenpflicht bis 21:00 Uhr außer Kraft gesetzt.

Nur geringe Probleme bescherte die weiße Pracht dem Flughafen Wien in Schwechat. Maschinen hätten enteist und von Schnee gereinigt werden müssen, weshalb sei es zu geringfügigen Verspätungen gekommen sei, sagte Pressesprecher Hans Mayer. Auf dem Airport stand "die volle Mannschaft" im Wintereinsatz.

Wien: Probleme bei allen Stadteinfahrten

Bis zu 35 Zentimeter Neuschnee gab es auch in Wien - und damit erhebliche Probleme bei allen Stadteinfahrten und wichtigen Querverbindungen. Laut ÖAMTC waren vor allem die Südosttangente, die Ost Autobahn (A4), die Donauufer Autobahn (A22), die Nordbrücke sowie die Westeinfahrt betroffen.

Öffis von Stadlau nach Heiligenstadt benötigten doppelte Zeit

Auch das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel brachte nicht viel: So benötigte man von Stadlau nach Heiligenstadt statt 50 Minuten die doppelte Zeit. Auf zahlreichen Verbindungen kam es zu Verspätungen, meldeten die Wiener Linien. Dabei waren laut Magistratsabteilung 48 Mittwoch früh etwa 1.160 Mann im Räumeinsatz. Bereits am Vorabend war gegen 20.40 Uhr der gesamte private Fuhrpark alarmiert worden.

Oberösterreich: Mehrere Blechschäden

In Oberösterreich gab es mehrere Blechschäden, zu größeren Verkehrsbehinderungen und schweren Unfällen kam es aber nicht, berichtete die Verkehrsabteilung des Landesgendarmeriekommandos am frühen Mittwochnachmittag. Wegen der Bergung eines hängen gebliebenen Lkw musste die Auffahrt auf die A1, die Westautobahn, bei Regau am Vormittag für rund 30 Minuten gesperrt werden.

Zugverspätungen

Von den Schneefällen besonders betroffen waren der Bezirk Gmunden sowie die Bezirke Freistadt und Rohrbach im Mühlviertel. Auf mehreren Straßenabschnitten und Pässen bestand Kettenpflicht für Lkw über 3,5 Tonnen. Laut ÖBB mussten Fahrgäste in Oberösterreich Zugverspätungen bis zu rund einer halben Stunde in Kauf nehmen. Am "blue danube airport linz" gab es am Vormittag keine größeren Behinderungen, berichtete der Flughafen.

Burgenland: Tiefwinterliche Fahrverhältnisse

Im Nord- und Mittelburgenland sorgte der Schnee zwar wieder für tiefwinterliche Fahrverhältnisse, zu größeren Verkehrsbehinderungen kam es laut Exekutive aber nicht. Die Räumfahrzeuge waren im Dauereinsatz, die Feuerwehr musste in den Morgenstunden im Nordburgenland zwei Fahrzeuge bergen. Auf der B50 im Bereich des Sieggrabener Sattels (Bezirk Mattersburg) galt vorübergehend Kettenpflicht für Lkw.

Salzburg: Lawinensituation angespannt

Tief winterliche Schneeverhältnisse herrschten auch im Bundesland Salzburg - ausgenommen der Lungau. Es kam laufend zu Verkehrsunfällen, die aber meist nur mit Blechschäden endeten, berichtete die Verkehrsabteilung des Landesgendarmeriekommandos Salzburg. Die Niederschläge konzentrierten sich vor allem auf den Raum Lofer, Tennengau und Flachgau bis hin zum Salzkammergut, so Alexander Ohms von der Wetterwarte Salzburg. Die Lawinensituation blieb angespannt und könnte in den Nordalpen von derzeit Warnstufe 3 (erheblich) auf 4 (groß) ansteigen.(APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Starker Schneefall und Schneeverwehungen führten am Mittwoch zu erheblichen Verkehrsbehinderungen

Share if you care.