Hoffnung auf weitere Entspannung in Kaschmir

17. Februar 2005, 21:57
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Grenzüberschreitende Busverbindung erwogen - Langsame Fortschritte im Friedensprozess

Islamabad - Zu neuen Friedensgesprächen ist der indische Außenminister Natwar Singh am Dienstag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eingetroffen. Zuvor waren Hoffnungen aufgekeimt, dass sich beide Seiten auf eine grenzüberschreitende Busverbindung in Kaschmir einigen würden. Ein solcher Schritt wäre eine bedeutende vertrauensbildende Maßnahme und würde zur weiteren Entspannung in der von beiden Staaten beanspruchten Himalaya-Region führen.

Junger Dialog

Singh wurde in Islamabad vom pakistanischen Außenminister Khursheed Kasuri empfangen. Am Mittwoch soll er auch mit Präsident Pervez Musharraf und Ministerpräsident Shaukat Aziz zusammentreffen. Die Atommächte Indien und Pakistan haben allein wegen der Kaschmir-Region schon zwei Kriege gegeneinander geführt, sind seit einem Jahr jedoch um einen Dialog bemüht.

Der "Times of India" zufolge soll die Buslinie Srinagar und Muzzafarabad miteinander verbinden - die Hauptstädte des indischen und des pakistanischen Teils von Kaschmir. In Muzzafarabad demonstrierten am Dienstag Dutzende Frauen für die Buslinie. Auf Spruchbändern wurden die Truppen beider Seiten aufgefordert, sich aus dem Gebiet zurückzuziehen. (APA/AP)

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