Deutsche Firmen sparen bei der IT-Sicherheit

23. Februar 2005, 10:48
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US-Firmen sind mit ihrer Anti-Viren-Software zufrieden

Laut einer Studie von Amplitude Research sind mehr als 45 Prozent aller US-amerikanischen Firmen mit ihrem Anti-Virus-Lösungskonzept "einigermaßen zufrieden". 18 Prozent zeigen sich sogar "sehr zufrieden", berichtet eMarketer. In Deutschland hingegen wird zu wenig in Sicherheitsmaßnahmen investiert.

Die Erfahrungen

Amplitude befragte 103 Sicherheitsbeauftragte und Netzwerk-Administratoren von US-Firmen über ihre Erfahrungen mit Virusaktivitäten. Nahezu zwei Drittel der Befragten gaben an, 2004 von traditionellen Viren oder Würmern attackiert worden zu sein. Zusätzlich wurden 58 Prozent von Trojanern befallen, 45 Prozent wurden von Backdoor-Viren angegriffen. Beinahe ein Viertel aller Viren und Würmern gelangten intern ins Firmennetzwerk. 30 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ein bis drei Virus- oder Wurmattacken im vergangenen Jahr hatten. Nahezu 14 Prozent sprachen von mehr als zehn Ausbrüchen in Jahr 2004.

Schaden

In Deutschland ist die Zahl der IT-Sicherheitsverstöße im vergangenen Jahr gestiegen. Jedes zweite Unternehmen verbuchte Schäden bis zu 100.000 Euro, so das Ergebnis der Studie "IT-Security 2004" von Information Week und Mummert Consulting. Trotz der hohen Kosten sparen viele Betriebe an der IT-Sicherheit. Es sei ihnen nicht deutlich, wie Sicherheitsinvestitionen auch Geld sparen. Mehr als die Hälfte habe ihr Engagement gegenüber dem Vorjahr nicht aufgestockt, heißt es in der Studie.

Lahm

63 Prozent der Unternehmer können keine Auskunft darüber geben, wie viele Verstöße es im vergangenen Jahr gegen die IT-Sicherheit gegeben hat. Neun Prozent der Firmen registrierten im vergangenen Jahr mehr als 50 Verstöße. Die PC-Attacken legten oft alle Geschäftsanwendungen lahm. Bei jedem elften Angriff fiel das Firmennetzwerk mehr als einen Arbeitstag aus.(pte)

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