Kein Lebenszeichen von entführter Italienerin

16. Februar 2005, 12:35
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Kontakte von Regierung oder Geheimdiensten zu Entführern unklar

Rom - Zwölf Tage nach ihrer Entführung im Irak gibt es noch immer kein Lebenszeichen der italienischen Journalistin Giuliana Sgrena. "Wir sind sehr besorgt, wir wissen nicht, ob sie lebt", sagte ihr Vater am Dienstag. "Wir haben kein Foto von ihr und keine Informationen über Verhandlungen", sagte Franco Sgrena in der Nähe von Verbania in Norditalien. Unklar war auch, ob die Regierung in Rom über Geheimdienste und Mittelsmänner bereits Kontakt zu den Entführern hat. Die 56-Jährige arbeitet für die römische Zeitung "Il Manifesto" und die Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit".

Seit der Entführung hatten sich mehrere vermeintliche islamistische Gruppen per Internet zu Wort gemeldet. Sie forderten für eine Freilassung ultimativ den Rückzug der italienischen Truppen aus dem Irak oder behaupteten, Sgrena sei bereits getötet worden. Die Regierung in Rom hält diese Erklärungen aber nicht für glaubwürdig. Unklar ist, ob eine politische Gruppe oder "normale Kriminelle" hinter dem Verbrechen stehen. (APA/dpa)

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