Naturpark mit Aussichtspunkten

    12. Februar 2005, 13:33
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    Föhrenberge: Gemütliche Hütten und bequeme Routen locken in die Wanderregion im Wienerwald

    Der zwischen dem Kaltenleutgebener Tal und der Wienerwald-Autobahn gelegene Höhenrücken mit dem Naturpark Föhrenberge zählt zu den beliebtesten Wanderregionen im Weichbild Wiens, denn von etlichen Punkten an der Route genießt man eine herrliche Aussicht auf die Großstadt, auf das nördliche Wiener Becken und auf die benachbarten Erhebungen der Thermalalpen. An klaren Blicken schweift der Blick bis zu den Voralpen, zum Schneeberg und ins Wechselgebiet.

    Besonders die Terrasse des Franz-Ferdinand-Schutzhauses auf dem Parapluieberg, die Josefswarte bei der Kammersteinerhütte und die dem Höllensteinhaus angeschlossene Julienwarte werden gerne von jenen aufgesucht, welche einen Blick in die Ferne schätzen. Bei Schneelage findet man immer eine gute Spur vor, nach der Schneeschmelze trocknen die Wege relativ rasch, da der Boden aus wasserdurchlässigem Kalk besteht. Und man findet in fast regelmäßigen Abständen eine offene Schutzhütte oder ein Gasthaus vor.

    Da die meisten Orte am Fuße der Föhrenberge gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind, lassen sich leicht Streckenwanderungen absolvieren; in Rodaun hat man sogar Anschluss an das Wiener Straßenbahnnetz.

    Im Frühjahr sollte man den Abstecher zur Perchtoldsdorfer Heide mit dem sehenswerten Bestand an Küchenschellen nicht auslassen; jetzt aber blüht noch nichts, und man wählt von Perchtoldsdorf am besten den direkten Weg zum Parapluieberg, der seinen Namen den vielen Schirmföhren verdankt. Alle Wege sind tadellos markiert und beschildert, es gibt praktisch keine steilen Abschnitte, und auf dem Höhenrücken wandert es sich besonders gemütlich.

    Die Route: Bei der Kirche in Perchtoldsdorf beginnt die rote Markierung, die durch die Hyrtlallee an den Fuß der Föhrenberge führt, dann wechselt man auf den gelb markierten Weg, um in etwa 1¼ Stunden den Parapluieberg und das Franz-Ferdinand-Schutzhaus zu erreichen. Auf der roten Weitwandermarkierung geht es nach Westen zur Kammersteinerhütte, zur Kugel- und Seewiese. In einem Sattel zweigt man nach links zum Höllensteinhaus ab. Gehzeit ab Parapluieberg 1½ Stunden.

    Auf der Anstiegsroute kehrt man bis zur Kugelwiese zurück. Dann geht's rot markiert in den Kardinalgraben und auf den blauen Marken über den Lindberg zurück zum Ausgangspunkt. Gehzeit an Höllensteinhaus 2¾ Stunden. (Der Standard, Printausgabe 12./13.2.2005)

    Bernd Orfer

    Gesamtgehzeit 5½ Stunden, Höhendifferenz rund 400 m. Franz-Ferdinand-Schutzhütte, Kammersteinerhütte, Gasthaus Kugel- und Seewiese, Höllensteinhaus. Bundesamtskarte 1:25.000 oder 1:50.000, Blatt 58 (Baden); Freytag & Berndt Wienerwald Atlas
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