KosmosTheater vor Schließung

15. Februar 2005, 14:32
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Barbara Klein: "Der Wiener Kulturstadtrat hat es auf uns abgesehen"

Wien - Eigenartig mutete die am Dienstag stattgefundene Pressekonferenz im KosmosTheater anlässlich der Präsentation "5 Jahre Kosmos Theater 5 Festivitäten" an. Denn Kosmos-Leiterin Barbara Klein, PR-Frau Heidi Ambrusch und Choreografin Astrid Bayer saßen strickend am Podium. Klein aufklärend: "Damit geben wir der möglichen Annahme des Kulturamtes der Stadt Wien Ausdruck, wir haben nix anderes zu tun".

Mangelnde Subventionen

Barbara Klein fürchtet eine Schließung des Theaters ab Juni. Astrid Bayer musste bereits ihren Status als "Artist in Residence" des KosmosTheater mangels Subvention aufgeben. Ebenso musste sie ihr für April geplantes Projekt "dance & talk Körperschrift T3D" absagen: "Ich bin nicht bereit, unter so schlechten finanziellen Bedingungen zu arbeiten". Generell habe sich seit der in Umsetzung begriffenen Theaterreform "das Klima unter den Tanzschaffenden verschlechtert", so Bayer. Die derzeitige unsichere Situation sei für viele "zermürbend".

"Es ist ein Kahlschlag in der Theaterlandschaft geplant", so Klein ergänzend. "Es herrscht eine Stagnation in der Szene seit dieser Reform, die Leute reichen weniger ein und sind müde. Das nützt der Kulturstadtrat (Andreas Mailath-Pokorny, S, Anm.) aus und lässt die Zeit für sich arbeiten." Die Situation für das KosmosTheater sei sehr "widersprüchlich", so Klein weiter. "Einerseits gab es 2004 eine Förderzusage auf zwei Jahre verknüpft mit der Weitergabe des Mietvertrages, andererseits soll die Intendanz neu ausgeschrieben werden. Der Wiener Kulturstadtrat hat es auf das KosmosTheater abgesehen".

Wiener Theaterverband

Substanzielle Gespräche mit Klein würden nicht geführt, ebenso wenig wie mit anderen "Bittstellern". Daher habe man auch gemeinsam mit anderen um die Schließung fürchtenden Theatern den "Wiener Theaterverband" gegründet. Aus dem Kulturamt der Stadt Wien hieß es von Sprecherin Saskia Schwaiger dazu: "Heute wird die Jahressubvention 2005 in der Höhe von 363.000 Euro im Kulturausschuss des Gemeinderates beschlossen. Es gibt auch laufende Gespräche mit Frau Klein, es stimmt einfach nicht, was sie sagt". (APA)

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