Deutsche Software AG verzehnfacht Gewinn

23. Februar 2005, 10:48
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Unternehmen profitiert von drastischen Kostensenkungen

Die Software AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr von ihrem radikalen Kostensenkungsprogramm profitiert und den Nettogewinn vervielfacht. Wie das zweitgrößte deutsche Softwareunternehmen heute, Dienstag, mitteilte, stieg der Nettogewinn auf über 77 Mio. Euro und lag damit um das Zehnfache über dem Vorjahresergebnis. Der Gewinn je Aktie kletterte von 26 Eurocent auf 2,83 Euro. Aufgrund der positiven Zahlen werden die Aktionäre eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie erhalten, gab das Unternehmen bekannt.

Beim Umsatz in der Höhe von 411 Mio. Euro konnte das Darmstädter Unternehmen im Wesentlichen das Vorjahres-Niveau halten. Profitiert hat die Software AG vor allem von einem rigorosen Sparkurs. Die betrieblichen Aufwendungen wurden um 13 Prozent auf 321 Mio. Euro gesenkt. Dadurch stieg der operative Gewinn um 42 Prozent auf 84 Mio. Euro an. Die Umsatzrendite betrug damit 20,4 Prozent.

Das Unternehmen habe auch von der Umsetzung der neuen Strategie profitiert, teilte die Software AG mit. Die Darmstädter konzentrieren sich seit dem ersten Quartal des Vorjahres auf die Kernkompetenzen hochperformante Datenbanken mit benutzerfreundlicher Programmiersprache und Integration bestehender Unternehmenssysteme auf der Basis von XML. Die Entwicklung und der Vertrieb nicht-strategischer Produkte wurden eingestellt und nicht zu den Kernkompetenzen gehörende Bereiche aufgelöst. Darüber hinaus hat die Software AG das israelische Softwarehaus Sabratec übernommen. Andererseits wurden die Anteile an SAP SI an die SAP-SI-Mutter SAP verkauft.

Für das neue Geschäftsjahr erwartet die Software AG eine Umsatzsteigerung zwischen vier und sechs Prozent. Die operative EBIT-Marge soll zwischen 20 und 22 Prozent liegen. Darüber hinaus peilt das Unternehmen weitere Akquisitionen und Partnerschaften an. Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte Software-AG-Chef Karl-Heinz Streibich die Übernahme von Softwareunternehmen in den USA angekündigt. "Es gibt in den Technologiezentren der USA einige interessante Unternehmen, die sich die Software AG genauer anschauen will", sagte Streibich damals. (pte)

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