Madrid: Im abgebrannten Hochhaus fehlten offenbar Sprinkler

16. Februar 2005, 15:35
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Windsor-Hochhaus wird wahrscheinlich abgerissen

Das am Wochenende völlig ausgebrannte Windsor-Hochhaus in Madrid war nach einem Bericht der Zeitung "El Pais" nur teilweise mit automatischen Sprinkleranlagen ausgestattet. Im 21. Stock, wo das Feuer ausbrach, habe es überhaupt keine Sprinkler gegeben, zitierte das Blatt am Dienstag einen Angestellten der Stadtverwaltung. Die Brandschutzanlagen sollten demnach nach Fertigstellung des Baus 2003 nach und nach installiert werden.

Keine Feuerläscher

Laut den Madrider Bauvorschriften müssen nur Gebäude mit automatischen Sprinklern ausgerüstet werden, in denen Menschen Zugang zu einem Stockwerk über hundert Meter Höhe haben. Der Windsor-Wolkenkratzer war 106 Meter hoch - zugänglich ist er aber nur bis in eine Höhe von 96,7 Metern. Laut "El Pais" gab es in den ersten zwölf Stockwerken des Hochhauses Brandschutzvorrichtungen - Feuerlöscher allerdings hingen dort noch nicht.

Hochhaus wird wahrscheinlich abgerissen

Madrids Bürgermeister Alberti Ruiz-Gallardon sagte, das Gebäude müsse höchstwahrscheinlich abgerissen werden. Nach Presseberichten werden die Kosten dafür auf 22 Millionen Euro geschätzt; die Arbeiten dürften ein Jahr lang dauern.

Das Feuer war am späten Samstagabend vermutlich durch einen Kurzschluss im 21. Stockwerk des Gebäudes in der Madrider Innenstadt ausgebrochen und hatte sich rasch durch die Etagen gefressen. Wegen der enormen Hitzeentwicklung von bis zu tausend Grad Celsius stürzten bereits Teile des Gebäudes ein. (APA/AFP)

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