Mit NSA-Security: Red Hat Enterprise Linux 4 verfügbar

4. März 2005, 11:18
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Kampfangsage an Solaris - Mit 2.6er Kernel - Unterstützt zahlreiche Prozessoren

Der Linux-Marktführer legt nach – mit den Worten "Red Hat Enterprise Linux befreit Unternehmen von der Notwendigkeit, Solaris einzusetzen" stellte Red Hat am Dienstag seine neueste Linuxdistribution vor. Der Angriff auf Solaris kommt nicht von Ungefähr – hat doch Sun sein Unix-Betriebssystem klar gegen Red Hat positioniert.

Red Hat Network-Funktionalität erweitert

Red Hat kündigte an, sein Red Hat Network um die Software-Distribution und -Konfiguration für Systeme mit Solaris zu erweitern. Die plattformübergreifende Unterstützung in Red Hat Network soll eine reibungslose Umstellung von Solaris auf Red Hat Linux erleichtern. Red Hat Network vereinfacht die Verwaltung von Systemen.

Zielgruppe: Unternehmen

Das auf Unternehmenskunden abzielende Red Hat Enterprise Linux ist besonders auf Stabilität und Sicherheit ausgelegt und liegt in verschiedenen Varianten, vom Server- bis zu Client- und Desktop-System, vor.

Kernel 2.6

Erstmals setzt das Unternehmen einen Linux-Kernel der 2.6er-Familie ein, der für mehr Performance und bessere Hardwareunterstütztung, wie Serial ATA, sorgt.

Für den Desktopeinsatz wurde die Distribution mit Gnome 2.8, OpenOffice.org, Firefox 1.0 und Novell Evolution ausgerüstet.

SElinux

Für eine große Portion mehr an Sicherheit soll die standardmäßige Integration Security-Enhanced Linux (SELinux) sorgen. Das von der National Security Agency (NSA), einem US-amerikanischen Geheimdienst, entwickelte SELinux bietet eine erweiterte Kontrolle und Definition der Zugriffsrechte von Prozessen und Anwendern, die Programme wie den Webserver Apache oder dem Nameserver BIND vor Angriffen verstärkt schützen sollen.

Für zahlreichen Prozessoren

Red Hat Enterprise Linux 4 ist auf Systemen mit folgenden Prozessoren verfügbar: 64-Bit-Intel-Xeon- und Intel-Itanium-Prozessoren sowie AMD64, IBM POWER, z-Series und S/390 sowie anderen x86-Prozessoren. Die Distribution ist weltweit in 15 Sprachen verfügbar.Unterstützt wird Red Hat Enterprise Linux durch zahlreiche Partner, wie Dell, Intel. HP oder IBM. Das Linuxpaket ist ab 159 Euro (Red Hat Enterprise Linux WS, Basic), 299 Euro (Red Hat Enterprise Linux ES, Basic) und 1.299 Euro (Red Hat Enterprise Linux AS, Standard) im Jahresabonnement erhältlich.

Fedora

Die Consumer-Version seiner Linux-Distribution hatte Red Hat 2003 in das Community-Projekt Fedora Linux überführt. (sum)

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