Komponist Helmut Eder ist tot

15. Februar 2005, 19:35
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Der Österreicher studierte bei Carl Orff und zählte zu den erfolgreichsten und meistgespielten heimischen Komponisten

Linz/Wien - Der Komponist Helmut Eder ist im Alter von 88 Jahren in Salzburg gestorben. Eder starb bereits am 8. Februar nach langer schwerer Krankheit.

Der Österreicher zählte zu den erfolgreichsten und meistgespielten heimischen Komponisten, hinterließ ein reiches Schaffen an Kammermusik und Orchesterwerken und erhielt zahlreiche Ehrungen.

Erst am 9. Februar wurde sein "Konzert für Orchester" op. 129 von 2003 Großen Salzburger Festspielhaus uraufgeführt. Zu diesem Zeitpunkt war noch keinem Anwesenden bekannt, dass dies bereits ein klingendes Vermächtnis war.

Zahlreiche Ehrungen für den gebürtigen Linzer

Helmut Eder wurde am 26. Dezember 1916 in Linz geboren. Als Lehrer unterrichtete er in Eferding, wo er auch den Davidchor gründete. Nach seinen Musikstudien bei Carl Orff und Johann Nepomuk David kam Eder 1967 als Professor für Komposition an die Hochschule "Mozarteum" in Salzburg.

"Pluralistisches" Komponieren

Seine Art zu komponieren bezeichnete Eder selbst als "pluralistisch": "Ich bejahe eine Entwicklung, die es dem Komponisten in die Hand gibt, alles - von der Modalität bis zum Seriellen und zur Klangfarbenmusik - in seine persönliche Sprache einzubeziehen."

Für besonderes Aufsehen sorgten die Oper "Mozart in New York" nach einem Libretto von Herbert Rosendorfer und die "Melodia Ritmica". Letzteres Werk ist nach wie vor das beim Publikum beliebteste und weltweit meistgespielte Stück des Komponisten.

Zu den Auszeichnungen die Eder erhielt gehören u.a. der Österreichischen Staatspreis für seine III. Sinfonie (1962), der Theodor-Körner-Preis für Musik (1963), der Anton-Bruckner-Preis des Landes Oberösterreich (1966) und der "Ring des Landes Salzburg", der im 1996 überreicht wurde. 2001 wurde ihm die "Goldene Medaille der Mozartstadt Salzburg" verliehen. (red/APA)

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    foto: privat
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