Von der Sturmhaube zum Kevlarhelm

19. Februar 2005, 16:00
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Ausstellung des Heeresgeschichtlichen Museums zeigt Entwicklung militärischer Kopfbedeckungen in Österreich

Wien - Zischäggen, Morions und "Hirnhäubeln" - wer weiß, was gemeint ist, sollte sich ins Heeresgeschichtliche Museum in Wien begeben, für alle militärhistorisch Interessierten gibt es dort einiges zu sehen. Unter dem Titel "Von der Sturmhaube zum Kevlarhelm" sind bis zum 5. Juni Helme in unterschiedlichen Ausführungen und Formen vom Ende des 16. bis ins 21. Jahrhundert ausgestellt.

Waren sie ursprünglich zum Kopfschutz gegen blanke Waffen vorgesehen, verloren die militärischen Hauptbedeckungen mit dem Aufkommen der Feuerwaffen mehr und mehr an Bedeutung. Erst der massive Artillerieeinsatz und die verheerende Granatsplitterwirkung während des Ersten Weltkrieges brachte eine Renaissance des Stahlhelms.

Bei der Wiederbewaffnung der österreichischen Streitkräfte nach 1945 wurde anfangs auf die noch aus dem Weltkrieg stammenden amerikanischen Helme zurückgegriffen. Seit 1997/98 dient der Kunststoffhelm (Kevlar) Österreichs Soldaten sowohl als Schutz- als auch als Paradekopfbedeckung. (APA)

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    Unter den Exponaten auch dieser Stahlhelm nach deutschem Vorbild: Der Entwurf mit dem Visier "Gesichtsmaske" enstand in den letzten Monaten des Ersten Weltkrieges.

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