Havariertes Kreuzfahrtschiff "Grand Voyager" sicher in Cagliari

17. Februar 2005, 10:35
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Passagiere sollen mit Chartermaschinen nach Hause fliegen

Gut 24 Stunden nach seiner Havarie im stürmischen Mittelmeer ist das Kreuzfahrtschiff "Grand Voyager" mit mehr als 700 Menschen an Bord sicher in Cagliari auf Sardinien eingetroffen. Wie die Schifffahrtsbehörden mitteilten, lief das in Deutschland gebaute Boot am Dienstag gegen 07.00 Uhr im Hafen der italienischen Insel ein.

Italienische Helfer nahmen sich der Verletzten an; dabei handelte es sich um fünf Menschen mit Knochenbrüchen und etwa 20 Leichtverletzte. Die zumeist aus Spanien stammenden Passagiere sollten zunächst weiter in ihren Kabinen untergebracht bleiben und später mit Chartermaschinen nach Hause geflogen werden.

14 Meter tiefe Wellentäler

Die 180 Meter lange "Grand Voyager" war am Montag zwischen den spanischen Balearen und Sardinien in einen schweren Sturm mit orkanartigen Böen und bis zu 14 Meter tiefen Wellentälern geraten. Ein Brecher hatte die Glasfront der Kommandobrücke teilweise zertrümmert, das eindringende Wasser beschädigte Antrieb und Kommunikationssystem. Zwischenzeitlich hatte nur noch einer der vier Motoren des erst 2000 gebauten Schiffes funktioniert. Der in der Nähe fahrende britische Gastanker "Gimi" hatte die "Grand Voyager" die ganze Nacht über eskortiert; er legte am Dienstag zusammen mit dem Kreuzfahrtschiff in Cagliari an.

Die "Grand Voyager" war erst am Sonntag vom tunesischen Tunis aus zu einer einwöchigen Mittelmeer-Kreuzfahrt nach Barcelona aufgebrochen. Das von der deutschen Werft Blohm+Voss gebaute Schiff fährt unter der Flagge der Bahamas; seine Reederei ist die spanische Iberojet mit Sitz in Palma de Mallorca. Wie lange die "Grand Voyager" zur Reparatur in Cagliari bleiben muss, war zunächst unklar. (APA/AFP)

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