Frankreich: Fernsehen am Handy

23. Februar 2005, 10:56
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Kooperation von Orange mit dem TV-Sender M6

Die Mobilfunktochter der France Telecom, Orange, hat mit dem Sender M6 einen Vertrag unterzeichnet, der voraussichtlich ab Juni dieses Jahres Fernsehen über das Handy ermöglicht. Dabei darf Orange seinen Kunden Produkte und Dienstleistungen unter Verwendung des Markennamens M6 anbieten. Im Gegenzug erhält M6 einen Prozentanteil der Einnahmen, die aus der Verwendung seiner Marke anfallen, heißt es in der französischen Tageszeitung Le Figaro.

Möglichkeiten

"Fernsehen auf Handys zu bringen bedeutet für Orange ein starkes Produkt, das ein Synonym für Innovation und eine Neuigkeit ist. Das wird uns ermöglichen Teile des Marktes zu erobern und die Marktführung zu sichern", so Didier Quillot, Präsident von Orange. France-Telecom-Direktor Thierry Breton hatte schon lange bevor er in die Chefetage des Unternehmens gelangte, vor, audiovisuelle Inhalte über neue Medien laufen zu lassen. Seine ersten Gehversuche auf diesem Terrain gelangen ihm mit MaLigne TV, das Fernsehen über ADSL ermöglichte.

Partnerschaft

Mit dem Vertrag kann M6 auch direkt als Mobilfunkanbieter in den Mobilfunkmarkt einsteigen. M6 wagt damit nicht zum ersten Mal den Schritt in eine neue Branche. 2000 hat der Sender sein Glück als Internet-Provider probiert, stieg aber schon nach drei Jahren aus Kostengründen wieder aus dem Geschäft aus. "Wir wünschen uns, dass wir uns in der neuen Branche behaupten können. Die Finanzierung wird uns zwischen 70 und 140 Millionen Euro kosten. Mit einer Million Abonnenten könnten wir ein Ergebnis zwischen 20 und 25 Millionen Euro erreichen", zeigt sich Nicolas de Tavernost, Chef von M6, optimistisch. (pte)

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