Neugebauer: "Lehrer arbeiten genug"

22. März 2006, 16:05
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Chef der Beamtengewerkschaft sieht keinen Grund für FP-Wunsch nach längerer Anwesenheits­pflicht von Lehrpersonal

Wien - Beamtengewerkschaftschef Fritz Neugebauer kann der Idee der FPÖ nichts abgewinnen, dass Lehrer länger in der Schule bleiben sollen. Lehrer würden schon jetzt genauso lang arbeiten wie andere Berufsgruppen, einige sogar mehr, meinte er im Ö1 Morgenjournal. Grundsätzlich positiv bewertet die Beamten-Gewerkschaft hingegen die Ergebnisse der Reform-Dialogs Bildung.

"Arbeitszeit durchaus vergleichbar"

Keinen Grund sieht Neugebauer für eine längere Anwesenheits-Pflicht der Lehrer, die schon genug arbeiten würden. Das zeige eine von der Gewerkschaft durchgeführte Studie. Auf das Jahr gerechnet, sei die Arbeitszeit durchaus vergleichbar mit anderen Berufen, manchmal sogar länger.

Auch seien Aus- und Weiterbildung schon jetzt gesetzlich vorgeschrieben, die angebotenen Kurse aber nur bedingt zufrieden stellend. Es gebe zwar viele davon, die Qualität sei aber durchaus verbesserungwürdig. Künftig sollte daher das Kurs-Angebot in jenen Bereichen verstärkt werden, in denen der Pisa-Test Mängel aufgezeigt habe, also für das Vermitteln von Deutsch-Kenntnissen und mathematischem Verständnis. Mehr Arbeit und mehr Fortbildung würde aber auch mehr kosten, so der Beamtengewerkschaftschef. (red)

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    Der Chef der Beamtengewerkschaft Fritz Neugebauer. Lehrer arbeiten genauso lang arbeiten wie andere Berufsgruppen.

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    foto: fotodisc

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